Auto landet nach Überschlag im Gebüsch

Am Sonntag gegen 9:00 Uhr meldete eine Autofahrerin einen Unfall. Als die Beamten der Autobahnpolizei Wiesing eintrafen, bot sich ihnen ein ungewöhnliches Bild: Der Pkw lag auf dem Dach mitten im Gebüsch. Vom Lenker fehlte allerdings jede Spur. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der Mann verletzt irgendwo in der Nähe befand, rückten die Einsatzkräfte zur Suche aus. Eine Drohne und ein Polizeidiensthund sollten helfen, den Vermissten zu finden.
Doch dann meldete sich der Gesuchte selbst: Gegen 10:20 Uhr kam ein 44-jähriger Pole gemeinsam mit zwei Kollegen zur Unfallstelle und gab an, am Steuer des Wracks gesessen zu haben.
Seine Erklärung für den Unfall: Er sei bereits gegen 2:00 Uhr früh auf der A12 von Wattens in Richtung Kufstein unterwegs gewesen, als ihm bei der Ausfahrt Kramsach plötzlich ein Tier vor das Auto gelaufen sei. Beim Ausweichmanöver habe er das Lenkrad verrissen. Der Wagen schoss über die abgeschrägte Leitplanke, hob ab, krachte in die Sträucher und überschlug sich, bevor er schließlich im Gebüsch liegen blieb.
Der 44-Jährige konnte sich selbst aus dem Wrack befreien. Anschließend suchte er auf eigene Faust medizinische Hilfe auf. Nach ersten Einschätzungen dürfte er nur leichte Verletzungen davongetragen haben.
Sein verspätetes Auftauchen hat allerdings Konsequenzen: Weil er die Unfallstelle verlassen hatte, ohne die Polizei zu verständigen, wird er wegen Fahrerflucht bei der Bezirkshauptmannschaft Kufstein angezeigt.






