von wk 05.11.2026 12:46 Uhr

Schulbibliotheken in Südtirol: 66 Einrichtungen, neue Aufgaben

Beim Herbsttreffen tauschten sich Schulbibliothekare über Leseförderung, digitale Hilfsmittel und die Zukunft ihres Berufsbildes aus.

Schulbibliotheken (im Bild jene der FOS Meran) sind Lern- und Begegnungsorte, die sich mit den aktuellen Entwicklungen weiterentwickeln wollen. Dies wurde beim Herbsttreffen der Schulbibliothekarinnen und -bibliothekare diskutiert. (Foto: LPA/Peter Daldos)

Südtirols Schulbibliotheken sollen sich auf die veränderten Anforderungen des Schulalltags einstellen. Beim jährlichen Herbsttreffen der Schulbibliothekare ging es darum, wie die Einrichtungen Schüler künftig noch besser erreichen und unterstützen können.

In Südtirol gibt es rund 120 Bibliotheken. 66 davon sind Schulbibliotheken, in denen 63 hauptamtliche Mitarbeiter tätig sind. Das Treffen wurde vom Amt für Bibliotheken und Lesen, vom Bibliotheksverband Südtirol und von der Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann“ organisiert.

Leseförderung und digitale Hilfsmittel

An acht Gesprächstischen tauschten die Teilnehmer Erfahrungen aus und entwickelten neue Ideen. Ein Schwerpunkt war die Leseförderung: Die Schulbibliothekare berieten darüber, wie Schüler stärker fürs Lesen begeistert werden können und welche digitalen Hilfsmittel dabei nützlich sind.

Auch die Gestaltung der Bibliotheksräume wurde diskutiert. Sie sollen Orte sein, an denen sich Schüler gerne aufhalten. Zudem sprachen die Teilnehmer über die wachsende Vielfalt an den Schulen und die damit verbundenen Herausforderungen. Thema war ebenso das Bibliothekenaudit und die Frage, ob Anpassungen nötig sind.

Berufsbild im Wandel

Neben der klassischen Bibliotheksarbeit gehören laut den Teilnehmern inzwischen auch Angebote zur Leseförderung und Medienkompetenz, pädagogische Unterstützung sowie die Gestaltung offener Lern- und Begegnungsorte zum Aufgabenfeld. Dafür brauche es passende Aus- und Weiterbildungsangebote. Zugleich müsse geprüft werden, welche weiteren Schwerpunkte künftig hinzukommen könnten.

„Das Herbsttreffen hat einmal mehr gezeigt: Wenn Schulbibliothekarinnen und Schulbibliothekare zusammenkommen, treffen nicht nur unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven aufeinander – es entsteht geballte Kompetenz. Und es zeigt sich vor allem die Bereitschaft, gemeinsam an einer lebendigen, zeitgemäßen und zukunftsorientierten Schulbibliothekslandschaft zu arbeiten“, betonte Marion Gamper, Direktorin des Amtes für Bibliotheken und Lesen in der deutschen Kulturabteilung.

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