Radiologie: Fast 198.000 Untersuchungen pro Jahr in Bozen

Röntgen, Ultraschall, CT und MRT machen Veränderungen im Körper sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Die Aufnahmen helfen, Krankheiten festzustellen, ihren Verlauf zu beurteilen und die passende Behandlung zu planen. „Die Radiologie ist heute eine der tragenden Säulen der modernen Medizin“, sagt Dr. Federica Ferro, Primaria der Radiologie im Gesundheitsbezirk Bozen.
Jede Methode hat ihren Einsatzbereich
Welche Untersuchung geeignet ist, hängt davon ab, welche Informationen benötigt werden. Röntgen kommt unter anderem bei Erkrankungen des Brustkorbs und des Bewegungsapparates zum Einsatz. Ultraschall eignet sich besonders für Bauchorgane und Blutgefäße. CT-Untersuchungen liefern detaillierte Bilder und sind etwa in Notfällen wichtig. Die MRT ermöglicht eine genaue Darstellung von Gewebe und wird beispielsweise bei Untersuchungen des Nervensystems und der Gelenke eingesetzt.
Bei der interventionellen Radiologie dienen die Bilder als Orientierung für minimalinvasive Eingriffe, etwa bei der Entnahme von Gewebeproben. Röntgen und CT verwenden ionisierende Strahlung; Ultraschall und MRT kommen ohne sie aus. Röntgenuntersuchungen werden laut Ferro nur bei medizinischer Notwendigkeit durchgeführt. Moderne Technik und angepasste Untersuchungsprotokolle sollen dabei die Strahlenbelastung möglichst gering halten.
Rund 198.000 diagnostische Leistungen
Allein im Gesundheitsbezirk Bozen werden jährlich rund 115.000 Röntgenaufnahmen, knapp 33.500 CT- und mehr als 12.500 MRT-Untersuchungen durchgeführt. Hinzu kommen rund 11.500 Ultraschalluntersuchungen, 15.500 Mammographien und Brustultraschalluntersuchungen, mehr als 8.500 Mammographie-Screenings sowie über 1.100 interventionell-radiologische Eingriffe. Insgesamt sind es knapp 198.000 Leistungen pro Jahr.
Fast 70.000 davon entfallen auf Patienten der Notaufnahme, knapp 39.000 auf stationär aufgenommene Personen. Für die Versorgung arbeiten Ärzte, Radiologietechnologen und Pflegepersonal zusammen. In allen sieben Krankenhäusern des Südtiroler Sanitätsbetriebs steht spezialisiertes Personal auch nachts, an Wochenenden und in Notfällen bereit.
Wie der Sanitätsbetrieb anlässlich des Welttags der Radiologie am 8. November mitteilt, ist der regelmäßige Austausch mit anderen medizinischen Fachrichtungen entscheidend: Erst im Zusammenspiel mit klinischen und laborchemischen Befunden werden aus den Bildern konkrete Entscheidungen für die weitere Behandlung.






