Wie funktioniert die Südtiroler Autonomie? Gäste informieren sich

Wie das Presseamt des Landes mitteilt, fand der Empfang heute (4. November) im Sitzungssaal der Landesregierung im Palais Widmann statt. Die 14 Mitglieder umfassende Gruppe um Landtagspräsident Gerald Deutschmann besteht aus sieben Landtagsabgeordneten und Mitgliedern der Landtagsdirektion. Zuvor hatte sie den Südtiroler Landtag besucht. Die Delegation bleibt bis Freitag, den 6. November, im Land.
Kompatscher sagte, die beiden Länder verbinde sehr viel, und verwies auf gemeinsame Kooperationsprojekte. Deutschmann, Architekt und seit Dezember 2024 Landtagspräsident, nannte die gegenseitigen Besuche eine gelebte Tradition. Im Vorjahr war eine Südtiroler Delegation in der Steiermark. Auch landschaftlich gebe es Gemeinsamkeiten, „vom Gletscher bis zum Weinbaugebiet“.
Autonomie und Zusammenleben
Beim Thema Zusammenleben der Sprachgruppen erklärte Kompatscher zentrale Instrumente der Südtiroler Autonomie: den Zwei und Dreisprachigkeitsnachweis, die Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung und den Proporz. Die Autonomie werde ständig weitergebaut, klare Regeln seien die beste Grundlage, um aufeinander zuzugehen. Die Zuwanderung bringe aber neue Herausforderungen. Er erinnerte auch an die Feier zu 80 Jahren Pariser Vertrag am Tag der Autonomie am 5. September, bei der die Staatsoberhäupter Italiens und Österreichs anwesend waren.
Energie und Klima
Südtirol setzt laut Kompatscher auf Wasserkraft, Photovoltaik, Geothermie, Biomasse und Fernwärme. Der Klimaplan Südtirol 2040 gibt das Ziel Klimaneutralität bis 2040 vor. Dafür müsse die Umsetzung beschleunigt und der Energieverbrauch gesenkt werden. Weitere Themen waren der öffentliche Nahverkehr und die Europaregion. Bei einem Kurzbericht zum Landeshaushalt hob der Landeshauptmann die Stärkung der Kaufkraft und der Sozialleistungen als Schwerpunkte hervor.
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