Minderjährige im Visier von ausländischen Sexualstraftätern

Die von der JF veröffentlichten Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Christopher Drößler. Erfragt wurden Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und besonders schweren sexuellen Übergriffen, auch mit Todesfolge.
Zum Vergleich: Bei Tatverdächtigen mit ausschließlich deutscher Staatsangehörigkeit waren 90,4 Prozent der Opfer Deutsche. Das entspricht 7.066 von insgesamt 7.817 erfassten Opfern.
Nach Angaben der JF stellen Ausländer knapp 17 Prozent der Bevölkerung, waren jedoch an 38 Prozent der erfassten Fälle in der untersuchten Deliktgruppe als Tatverdächtige beteiligt. Die Zeitung spricht deshalb von einer deutlichen Überrepräsentation.
Hoher Anteil deutscher Opfer auch bei Minderjährigen
Besonders auffällig sind die Zahlen bei minderjährigen Opfern. In Fällen mit mindestens einem volljährigen ausländischen Tatverdächtigen wurden laut der Auswertung 800 minderjährige Geschädigte registriert. Davon hatten 585 die deutsche Staatsangehörigkeit. Das entspricht 73,1 Prozent.
Bei Tatverdächtigen mit ausschließlich deutscher Staatsangehörigkeit lag der Anteil deutscher Opfer unter den Minderjährigen dagegen bei 95,2 Prozent.
Die deutsche Bundesregierung weist allerdings auf Einschränkungen der Daten hin. Laut ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage besteht in der Polizeilichen Kriminalstatistik keine direkte Verknüpfung zwischen einzelnen Opfern und Tatverdächtigen. Ein Zusammenhang lasse sich nur über aufgeklärte Fälle herstellen. Zudem können Opfer mehrfach erfasst werden, wenn mehrere Tatverdächtige unterschiedlicher Staatsangehörigkeit beteiligt sind.
Auch ein doppelter Pass wird statistisch als deutsche Staatsangehörigkeit gewertet. Ein möglicher Migrationshintergrund wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.






