Knapp 780 Festnahmen am Rande von Protesten

Die Demonstrationszüge auf den genehmigten Routen außerhalb von Stadtzentren hätten unter Begleitung von Sicherheitskräften stattgefunden, erklärte das Ministerium. Am Ende der Züge hätten Gruppen von Randalierern versucht, in die Stadtzentren vorzudringen und dabei Sicherheitskräfte mit viel Gewalt angegriffen, hieß es weiter. Das Innenministerium machte dafür teils Gruppen aus dem linksextremen Spektrum verantwortlich.
515 Brände seien bekämpft und 36 Geschäfte beschädigt worden, hieß es. Es habe drei Plünderungen gegeben. Teilverbote von Demonstrationen durch die Präfekturen seien von den Verwaltungsgerichten fast durchweg bestätigt worden.
Zahl der Demonstranten geht zurück
Die Behörden stellten eine rückläufige Mobilisierung fest. Es habe mit 320.000 Teilnehmern landesweit 22 Prozent weniger Demonstranten als vergangenen Samstag und 42 Prozent weniger als am 17. Oktober gegeben. Vor zwei Wochen hatte es schwere Ausschreitungen, Plünderungen und Verwüstungen gegeben.
Für die nächste Woche kündigten französische Schüler- und Studentenorganisationen, Gewerkschaften sowie die Gelbwesten-Bewegung an mehreren Tagen neue Aktionen an. Am Dienstag soll es eine Blockade von Universitäten und Gymnasien geben. Teils wollen Schülerinnen und Schüler, für die nach zwei Wochen Herbstferien nun die Schule wieder losgeht, bereits am Montag blockieren.
Am Donnerstag folgt ein Generalstreik, zu dem Gewerkschaften aufgerufen hatten. Die Gelbwesten-Bewegung will diesen am Freitag fortsetzen und am Samstag erneut landesweit demonstrieren. Es wäre das vierte Protestwochenende in Frankreich in Folge.
APA/UT24






