von lif 01.11.2026 06:50 Uhr

Mehr als 41 Prozent der Arbeitslosen sind Ausländer

Die Zahl der arbeitslosen Österreicher ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken, jene der Ausländer aber gestiegen. Mittlerweile haben mehr als vier von zehn Arbeitslosen keinen österreichischen Pass.

Bild: APA (dpa)

Wie die Zeitung Heute in einer Auswertung von AMS Zahlen berichtet, ist die Zahl der Arbeitslosen einschließlich Schulungsteilnehmern seit September 2016 um 2,8 Prozent von 391.939 auf 381.159 gesunken. Bei den Österreichern sank sie um 51.315 oder 18,7 Prozent auf 223.106. Bei den Ausländern stieg sie dagegen um 40.535 oder 34,5 Prozent auf 158.053.

Die meisten arbeitslosen Ausländer sind laut Auswertung Syrer mit 18.430 Personen, ein Plus von 51,8 Prozent gegenüber 2016. Sie haben die Türken (14.007, minus 5,7 Prozent) von Platz eins verdrängt. Es folgen Rumänen (13.133, plus 79,3 Prozent), Serben (11.781, minus 4,5 Prozent), Ukrainer (9.476, plus 1.214,3 Prozent), Deutsche (9.402, plus 27,0 Prozent) und Afghanen (9.089, plus 75,6 Prozent). Ebenfalls unter den ersten zehn sind Ungarn und Kroaten.

Der Anteil der Ausländer an allen Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern liegt laut Heute bei 41,5 Prozent, 2016 waren es 30,0 Prozent. Am höchsten ist er in Wien mit 53,6 Prozent (2016: 41,7 Prozent), danach folgen Vorarlberg (40,2 Prozent), Salzburg (39,9 Prozent), Tirol (36,8 Prozent, 2016: 26,6 Prozent), Oberösterreich (36,4 Prozent) und die Steiermark (35,4 Prozent). Unter 30 Prozent liegen Niederösterreich (27,3 Prozent), Kärnten (26,2 Prozent) und das Burgenland (23,9 Prozent).

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