von ih 30.10.2026 17:31 Uhr

Südtirol plant Haushalt mit 9,17 Milliarden Euro

Mehr Geld für Familien, Gesundheit und Wohnbau: Die Südtiroler Landesregierung hat den Haushaltsvoranschlag für die Jahre 2027 bis 2029 verabschiedet. Auch steuerliche Entlastungen sind vorgesehen.

Landeshauptmann Kompatscher zeigte bei der Vorstellung des Haushaltsvoranschlags 2027-29 die Entwicklung nach Themenbereichen auf. - Foto: LPA/Fabio Brucculeri.

Die Südtiroler Landesregierung setzt im neuen Haushalt auf finanzielle Stabilität und eine Stärkung der Kaufkraft. Am Freitag hat sie auf Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher den Gesetzentwurf zum Haushaltsvoranschlag 2027–2029 genehmigt. Für 2027 sind insgesamt 9,17 Milliarden Euro vorgesehen – rund 300 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Der Entwurf wird nun dem Landtag zur weiteren Behandlung vorgelegt.

Besonders aufgestockt werden die Mittel für Soziales und Familien. Dafür sind insgesamt 955,5 Millionen Euro vorgesehen, 88,4 Millionen Euro mehr als im ursprünglichen Vorschlag. Der Gesundheitsbereich erhält rund 2,1 Milliarden Euro. Auch der Wohnbau wird mit zusätzlichen 20 Millionen Euro gestärkt und verfügt damit über 111,6 Millionen Euro.

Weitere Schwerpunkte sind Forschung und Innovation sowie Umwelt- und Klimaschutz. Für den NOI Techpark sind 200 Millionen Euro als Kapitalerhöhung vorgesehen. Insgesamt fließen 264,3 Millionen Euro in Innovation, Forschung, Universität und Museen. Für Umwelt, Natur, Klima, Energie, Raumentwicklung und Sport sind 133 Millionen Euro eingeplant.

Deutlich mehr Geld ist auch für das Personal vorgesehen. Das Budget steigt hier um 168,4 Millionen Euro auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Grund dafür sind vor allem neue Kollektivverträge, insbesondere für das Lehrpersonal, sowie der Inflationsausgleich.

Zusätzlich plant das Land steuerliche Entlastungen. IRPEF-Steuerpflichtige mit einem Jahreseinkommen bis zu 90.000 Euro sollen einen Abzug von 700 Euro erhalten, bei Einkommen bis zu 110.000 Euro sind 300 Euro vorgesehen. Für zu Lasten lebende Kinder sind ebenfalls Steuerabsetzbeträge geplant. Bei der IRAP soll der ermäßigte Steuersatz unter bestimmten Voraussetzungen von 3,9 auf 2,68 Prozent sinken. Eine weitere Reduzierung auf zwei Prozent wird noch diskutiert.

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