von red 30.10.2026 16:00 Uhr

Drei außergewöhnliche Menschen Innsbrucks

Drei außergewöhnliche Menschen haben in Innsbruck die Marke von 100 Lebensjahren überschritten und blicken auf bewegte, musikgeladene Biografien zurück. Bürgermeister Johannes Anzengruber gratulierte den Jubilaren persönlich in ihren Wohnheimen bzw. Wohnungen und erfuhr dabei Geschichten über verletzte Kriegsheimkehrer, spontane Geburtstagswalzer und leidenschaftliche Festspielreisen.

Mit 106 Jahren ist Ludwig Ascher (im Bild rechts mit BM Johannes Anzengruber) der älteste Bürger Innsbrucks.(Quelle: Stadt Innsbruck/F. Bär)

Ludwig Ascher (106 Jahre alt) – Musikgenie und spätes Jurastudium

Der am 6. Oktober 1920 geborene Brixlegger Ludwig Ascher ist der älteste Mann der Stadt Innsbruck. Er überlebte eine schwere Verwundung an der russischen Front im Zweiten Weltkrieg und startete danach beruflich voll durch: Neben seiner Arbeit im Finanzamt lernte er 15 Instrumente, baute die Marktmusikkapelle Brixlegg als Kapellmeister wieder auf und promovierte mit 50 Jahren in Rechtswissenschaften. Seine Lebenserinnerungen hat der im Wohnheim Reichenau lebende Chronist im Buch „Melodien des Lebens“ festgehalten.

Josefine Psula – Ein Geburtstagswalzer mit dem Bürgermeister mit 107

Die älteste Innsbruckerin, Josefine „Peppi“ Psula, feierte ihren 107. Geburtstag im Wohnheim Saggen mit einer geballten Ladung Live-Musik. Die gebürtige Kärntner Gastronomin bewirtschaftete früher unter anderem die Stöcklenalm im Stubaital und lebte bis zu ihrem 97. Lebensjahr komplett eigenständig. Der Höhepunkt ihrer Geburtstagsfeier: Die rüstige Jubilarin forderte den Bürgermeister kurzerhand zum Tanz auf und drehte mit ihm schwungvoll einige Runden Walzer.

Maria-Luise Regensburger (100 Jahre alt) – Von der Schulbank zu den Bayreuther Festspielen

Am 16. Oktober 2026 feierte Maria-Luise Regensburger ihren 100. Geburtstag. Die ehemalige Lehrerin und Erzieherin studierte am Konservatorium Klavier sowie Sologesang und verbrachte ihre Sommer am liebsten auf Festspielreisen in Bayreuth, wo sie die ganz großen Namen der klassischen Musik traf. Die Oberländerin, die nach wie vor alleine in ihrer Wohnung lebt, ist zudem Protagonistin des aktuellen Bildbandes „Die alte Dame“ des Innsbrucker Fotografen Thomas Schrott.

Andreas Raffeiner

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite