von ih 27.10.2026 08:56 Uhr

FPÖ contra Alessandro Urzí

Die Aussagen über die österreichische Verbundenheit Südtirols sorgen für Aufruhr. Die Südtirol-Sprecherin des freiheitlichen Landtagsklubs Tirol, Gudrun Kofler, weist den NS-Vergleich des italo-nationalistischen Politikers Alessandro Urzì im Zusammenhang mit dem Großen Österreichischen Zapfenstreich in Bozen scharf zurück.

Gudrun Kofler - Foto: FPÖ

Rund 1.000 Schützen hatten am Vorabend des österreichischen Nationalfeiertags an der Feier auf dem Waltherplatz teilgenommen (UT24 berichtete). Gudrun Kofler bezeichnet die Veranstaltung als Ausdruck der historisch gewachsenen Verbundenheit Südtirols mit Österreich. Diese mit der nationalsozialistischen Anschlussidee in Verbindung zu bringen, sei eine „Entgleisung“ und eine Verdrehung historischer Zusammenhänge.

Südtirol sei nach dem Ersten Weltkrieg gegen den Willen seiner Bevölkerung von Österreich abgetrennt worden. Die österreichische Identität vieler Südtiroler sei daher keine politische Provokation, sondern Teil ihrer Geschichte, betont Kofler. Zugleich erinnert sie auf die Option von 1939, bei der Südtiroler vor die Entscheidung zwischen Auswanderung und Verbleib gestellt wurden.

Kritik übt Kofler auch an berichteten behördlichen Einwänden gegen das Hissen der österreichischen Fahne und die traditionellen Ehrensalven. Sie unterstützt deshalb eine angekündigte parlamentarische Anfrage des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Christofer Ranzmaier und fordert Österreich auf, seine Schutzfunktion für Südtirol wahrzunehmen. Dem Südtiroler Schützenbund dankte sie für die Durchführung der Feier.

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