Wildwechsel im Herbst: Land warnt vor Unfällen

Bild: Franziska Raffl Steiner
Im Jahr 2025 wurden in Tirol 1.400 Wildunfälle registriert. Für die Wildtiere endeten sie größtenteils tödlich. Im Herbst treffen die aktivsten Stunden der Tiere durch die frühe Dämmerung am Abend und die späte am Morgen oft auf den Berufsverkehr. Dazu kommen die Nahrungssuche in tieferen Lagen vor dem Winter, die Brunft und die tief stehende Herbstsonne, die Autofahrer blenden kann.
Um Unfälle zu verringern, sind an besonders gefährdeten Abschnitten der Tiroler Landesstraßen rund 26.000 Wildwarnreflektoren und Wildwarngeräte im Einsatz. Die Reflektoren lenken das Scheinwerferlicht in Richtung Wald und Wiese und sollen so einen Lichtzaun bilden. Akustische Geräte geben bei herannahenden Fahrzeugen ein Warnsignal ab.
Was tun, wenn ein Wildtier in Sichtweite ist?
- Fernlicht ausschalten und nur das Abblendlicht verwenden, denn Wildtiere bleiben im hellen Fernlicht oft stehen.
- Hupen, um die Tiere auf den Verkehr aufmerksam zu machen.
- Bremsen, denn je höher die Geschwindigkeit, desto heftiger der Aufprall.
- Ausweichmanöver vermeiden. Ist ein Zusammenstoß unvermeidlich, stark bremsen und das Lenkrad gut festhalten. Ausweichen ist meist riskanter als der Zusammenstoß.
Was tun nach einem Wildunfall?
- Die Unfallstelle absichern: Fahrzeug möglichst abseits der Fahrbahn abstellen, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Pannendreieck aufstellen.
- Bei verletzten Personen Erste Hilfe leisten und die Rettung verständigen.
- Jeden Wildunfall der Polizei melden, auch wenn das Tier verletzt flüchtet. Wer den Unfall nicht meldet, macht sich strafbar.
- Das Tier nicht berühren und Abstand halten, da verletzte Wildtiere unvorhersehbar reagieren können. Die Unfallstelle für die Versicherung mit Fotos dokumentieren.






