von lif 25.10.2026 10:55 Uhr

WhatsApp-Nachrichten über angebliche Angriffe auf Mädchen

Eine Nachricht auf WhatsApp und sozialen Medien hat kürzlich einige Mädchen in Südtirol verunsichert. Auch eine Elfjährige aus dem Unterland hat sie erhalten und im ersten Moment Angst bekommen. Wie sich später herausstellte, ist die Nachricht falsch.

Bild: APA/dpa

In der Nachricht, die auf Italienisch verbreitet wird und die das Mädchen an UT24 weitergegeben hat, heißt es, dass in Mailand, Trient und Bozen Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren unterwegs seien. Sie seien bewaffnet, schwarz gekleidet und trügen Sturmhauben. Sie wollten Mädchen jeden Alters schlagen, vergewaltigen und töten. Die Empfängerinnen werden aufgefordert, die Nachricht weiterzuleiten, weil es kein Scherz sei.

  • Screenshot: Privat

Wie die stol berichtete, sorgen seit einigen Tagen Falschmeldungen in Messenger Diensten und sozialen Netzwerken für Verunsicherung. Videos und Kettenbriefe erwecken den Eindruck, gewaltbereite Jugendgruppen würden in mehreren Städten, darunter Bozen und Trient, gezielt Mädchen und junge Frauen angreifen. Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um gezielte Fake-News. Mit den Nachrichten solle wohl Angst und Panik geschürt werden. Wer dahintersteckt, ist bislang unklar. Die zuständigen Sicherheitsbehörden seien bereits informiert worden, betont das Forum Prävention in einer Mitteilung. Weil die Kettenbriefe und Videos bei vielen Familien, Jugendlichen und an Schulen für große Unruhe sorgen, hat das Forum Prävention Verhaltenstipps für Eltern und Pädagogen zusammengestellt:

  • Nicht weiterleiten, auch nicht zum Warnen: Jedes Weiterleiten vergrößert die Reichweite der Falschmeldung und facht die Panikmache weiter an.
  • Keine Interaktion: Beiträge nicht liken, teilen oder kommentieren. Auch negative Kommentare führen dazu, dass die Inhalte durch die Algorithmen noch mehr Menschen angezeigt werden.
  • Falschmeldungen melden: Solche Inhalte sollten auf Social Media Plattformen über die Meldefunktion der App als Falschinformation oder gewaltverherrlichender Inhalt gemeldet werden.
  • Auf offizielle Quellen vertrauen: Informationen sollten über seriöse Medien und offizielle Stellen überprüft werden, nicht über Gerüchte in privaten Chatgruppen.
  • Den Mechanismus erklären: Angst und Empörung sind der Motor von Fake News. Wer versteht, wie Falschmeldungen funktionieren, lässt sich weniger leicht mitreißen.
  • Ruhe bewahren: Junge Menschen orientieren sich am Verhalten von Erwachsenen. Eine ruhige Haltung gibt Kindern Sicherheit.
  • Verhaltensregeln besprechen: Familien sollten pragmatisch besprechen, wie man sich im Notfall verhält und an wen man sich wenden kann.
  • Professionelle Hilfe nutzen: Wenn ein Kind verstörende Videos gesehen hat oder stark verunsichert ist, können Beratungsstellen helfen, etwa über die Plattform dubistnichtallein.it.
Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite