„Jugendarbeit ist keine Ausgabe, sondern eine Investition“

Wie das Land mitteilt, kamen rund 100 Personen, darunter Jugendreferenten und einige Bürgermeister aus mehr als der Hälfte aller Südtiroler Gemeinden. Eingeladen hatte das Netzwerk Jugendarbeit, das vom Amt für Jugendarbeit koordiniert wird. Dazu gehören der Dachverband netz Offene Jugendarbeit, die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, der Südtiroler Jugendring, das Forum Prävention, das Jukas Kassianeum und Youth Info. „Ein Jugendtreff allein macht noch keine Jugendarbeit aus“, sagt Landesrat Philipp Achammer. Fachkräfte und Ehrenamtliche begleiten Jugendliche und helfen ihnen, Ideen umzusetzen. Wer Jugendarbeit finanziere, investiere nicht bloß in Räume und Angebote, sondern vor allem in junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihre Gemeinde mitgestalten.
Austausch und Workshops
Ein Vernetzungsmarkt machte erprobte Ansätze aus der Praxis sichtbar. Fachliche Beiträge befassten sich mit der Zukunft der Jugendarbeit, mit Demokratiebildung und Jugendbeteiligung in den Gemeinden und mit dem Turbo Jugendhaushalt. Mit diesem Beteiligungsinstrument können junge Menschen Ideen einbringen und Projekte mitgestalten.
In zwei Workshoprunden ging es um Extremismus und Radikalisierung, Nachtleben und Kulturarbeit, Präventionsarbeit sowie Kinder und Jugendbeiräte als Form der Beteiligung.
Kathrin Maier, Jugendreferentin der Gemeinde Margreid, sagt, nur durch den Austausch zwischen Gemeinden, Land und Jugendarbeit könne man die Bedürfnisse der Jugendlichen ernst nehmen. Kathrin Schnitzer, Jugendreferentin in Gargazon, nennt die Jugendbeteiligung eine wichtige Säule für die Dorf und Landespolitik. Mit dem Turbo Haushalt würden Jugendliche und ihre Ideen ernst genommen.
Konrad Pamer, Direktor des Amtes für Jugendarbeit, bezeichnet Jugendzentren, Jugendtreffs und Jugendräume als „analoge Schutzräume unserer Zeit“. Dort müssten junge Menschen kein Profil bedienen, nichts kaufen und keine Leistung erbringen, um dazuzugehören. Jugendarbeit sei deshalb kein Freizeitvergnügen, sondern eine „essenzielle psychosoziale Infrastruktur für Südtirol“.






