Gemeinschaftshäuser entlasten die Notaufnahme in Bozen

Wie das Land mitteilt, wurden bis Mitte Oktober in den derzeit sieben aktiven Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten in den Gemeinschaftshäusern rund 12.500 Patienten betreut. Die Zugänge zur Notaufnahme des Krankenhauses Bozen gingen seit der Eröffnung der Gemeinschaftshäuser Bozen Loew Cadonna und Leifers im Juni im Vergleich zum Vorjahr um rund drei Prozent zurück. „Besonders erfreulich“, sagt Messner.
Notaufnahme Bozen: 1.060 Zugänge weniger
Von Juni bis September zählte die Notaufnahme Bozen 34.700 Zugänge, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 35.760. Das sind 1.060 weniger. Zwischen 2020 und 2025 waren die Zugänge noch um 65 Prozent gestiegen. Auch landesweit konnte der Anstieg gebremst werden. In den Notaufnahmen der sieben Krankenhäuser stiegen die Zugänge von Jänner bis September nur um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Bozen gingen sie trotz des leichten landesweiten Anstiegs zurück. Das sei ein ermutigendes Signal, so Messner, und bestärke das Land, die wohnortnahe Versorgung Schritt für Schritt weiter auszubauen.
Mehr als Hilfe bei kleinen Notfällen
Die Gemeinschaftshäuser entwickeln sich laut Land zu Gesundheits- und Sozialzentren mit fachärztlichen Leistungen, Pflege, Beratung und Therapie. Sie helfen, die Krankenhäuser für Menschen freizuhalten, die akut oder stationär behandelt werden müssen.
Einige Beispiele: Im Gemeinschaftshaus Brixen gab es bis Ende September 126 Zugänge zur Lungenheilkunde, die Diabetesambulanz kam bis zum 8. Oktober auf 43 Termine. In Klausen gibt es eine Osteoporoseambulanz. In Naturns und Mals wurden von April bis August 3.749 Blutabnahmen gemacht. Dazu kommen Impfungen, psychologische und psychiatrische Betreuung und zahnmedizinische Leistungen.
Hotline 116117 gefragt
Die Gesundheitshotline 116117 gibt es seit dem 15. September im Gesundheitsbezirk Bozen, sie ist rund um die Uhr erreichbar. Bis zum 14. Oktober gingen 2.835 Anrufe ein, im Schnitt rund 95 pro Tag. Am Wochenende sind es durchschnittlich 148 Anrufe pro Tag, an Werktagen rund 75. Rund 38 Prozent der Anrufe kommen nachts. Die Hotline hilft Menschen mit nicht dringenden Gesundheitsfragen, die passende Anlaufstelle zu finden.
Ende Oktober öffnet das Gemeinschaftshaus in Bruneck. Die bisherigen Erfahrungen sollen helfen, die Angebote an den Bedarf anzupassen.






