von wk 22.10.2026 15:06 Uhr

Anonymer Protestaufruf: Wird Bozen zum nächsten Schauplatz?

Ein Flyer ruft für den 30. Oktober zu einer Kundgebung vom Waltherplatz zum Waltherpark auf. Wer ihn verbreitet hat, ist bisher nicht bekannt.

 

Bildquelle: Instragram

Auf Instagram wird derzeit ein digitaler Flyer geteilt, der zu Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten in Südtirol aufruft. Unter dem Titel „Manifesto contro il carovita“ kündigt er für Freitag, 30. Oktober, um 16 Uhr eine Kundgebung in Bozen an. Als Treffpunkt wird der Waltherplatz genannt. Von dort soll der Zug zum Einkaufszentrum Waltherpark weitergehen.

Wer hinter dem Aufruf steht, ist bislang unklar. Rai Südtirol berichtet, dass der Flyer Ähnlichkeiten mit Aufrufen zu Protesten in Mailand, Turin und Bologna aufweist, wo es zuletzt zu Ausschreitungen gekommen war.

Ähnliche Gestaltung, unbekannte Urheber

Der IT-Experte Christoph Moar verweist auf die zeitliche Nähe zu Protesten in Frankreich und Italien sowie auf ähnlich gestaltete digitale Aufrufe. Ob dahinter eine gezielte Provokation steckt oder jemand vor allem möglichst viel Reichweite erzielen will, lasse sich schwer beurteilen.

Innenminister Matteo Piantedosi vermutet laut Rai eine gezielte Steuerung von Jugendprotesten über soziale Netzwerke. Über lokale Chatgruppen und Plattformen wie Instagram und TikTok können sich Menschen rasch und ohne erkennbare Organisationsstruktur verabreden. Wer den Bozner Aufruf erstellt oder verbreitet hat, ist damit jedoch nicht geklärt.

Keine Angaben zur erwarteten Teilnehmerzahl

Der Flyer kündigt eine Kundgebung an, nennt aber keine Veranstalter und macht keine Angaben dazu, wie viele Menschen erwartet werden. Eine große Teilnehmerzahl ist bislang nicht bestätigt. Ob und in welcher Form der Aufruf in Bozen umgesetzt wird, bleibt daher offen.

 

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