Strompreise: Robin wirft Landesregierung Untätigkeit vor

Südtirol produziert Strom aus Wasserkraft. Trotzdem können teure Gaskraftwerke den Marktpreis bestimmen – und die Verbraucher profitieren laut Robin zu wenig von der heimischen Stromerzeugung. Eine eigene Strompreiszone allein sei keine Lösung: Sie garantiere noch keine niedrigeren Rechnungen.
Das Problem sei seit Langem bekannt, doch für Haushalte und Kleinbetriebe sei keine spürbare Entlastung erkennbar. Robin richtet deshalb eine klare Frage an die Landesregierung: Was unternimmt sie konkret, damit Südtirols Wasserkraft den Bürgern zugutekommt?
Geschützter Markt deutlich teurer
Ab 1. Oktober 2026 beträgt der Strompreis im geschützten Markt laut Robin 43,5 Cent pro Kilowattstunde. Der Vergleichswert im freien Markt in Südtirol liegt bei 27,5 Cent – ein Unterschied von rund 58 Prozent.
Der Verein fordert eine unabhängige Zehnjahresbilanz, die berechnet, wie stark Haushalte und Kleinbetriebe durch die bisherige Preisbildung zusätzlich belastet wurden. Außerdem sollen die tatsächlichen Kosten und Erlöse der Wasserkraft offengelegt werden.
Autonomie prüfen statt weiter vertrösten
Untersucht werden sollen eine eigene Preiszone, eine gemeinsame Zone mit dem Trentino und eine regionale Stromautonomie mit gesetzlich geregelter Preisgestaltung. Die Landesregierung müsse dabei auch klären lassen, welche Spielräume das Autonomiestatut bietet und wie ein solches Modell mit den europäischen und staatlichen Vorgaben vereinbar wäre.
Robin verlangt eine öffentlich ausgeschriebene, unabhängige Studie. Methodik, Datengrundlagen und Ergebnisse sollen öffentlich zugänglich sein. Entscheidend sei, ob eine Lösung die tatsächlichen Stromrechnungen von Haushalten und Kleinbetrieben senkt – nicht bloß den Börsenpreis.






