Frankreich verlängert örtliche Ausgangssperren

Polizei und Gendarmerie meldeten in den betroffenen Gebieten keine besonderen Vorkommnisse, alles sei ruhig geblieben, berichtete der Sender BFMTV unter Verweis auf die Behörden.
Strenge Beschränkungen in der Nacht
In mehreren Städten, darunter Paris, waren am Montagabend Beschränkungen verhängt worden. In der Hauptstadt war ab 23.00 Uhr und bis heute um 6.00 Uhr jegliche Anwesenheit in Bereichen um den zentralen Platz der Republik und im Viertel Les Halles strengstens untersagt. Außerdem gab es ab 20 Uhr Versammlungs- und Demonstrationsverbote in bestimmten Vierteln der Metropole. Die Maßnahmen seien notwendig, um den öffentlichen Frieden wiederherzustellen, teilte die Polizeipräfektur mit.
Demonstrationsverbote und eine Ausgangssperre wurden auch in Lyon verhängt. Dort durften Menschen sich in der Nacht auf Dienstag nur in den Straßen aufhalten, wenn sie dafür zuvor festgelegte Gründe nennen konnten. Für Minderjährige gab es zudem Ausgangssperren in Nizza sowie den nordfranzösischen Städten Lille, Douai, Wattignies und Denain.
Am Wochenende waren landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden. Am Samstag werden neue Proteste erwartet.
Stocker: Plünderungen müssen uns eine Warnung sein
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) reagiert am Dienstag besorgt. „Die brutalen Ausschreitungen und Plünderungen in Frankreich müssen uns eine Warnung sein“, sagte er laut einer Aussendung. Hierzulande gebe es allerdings eine andere Diskussionskultur.
„Wenn auch in Österreich in den nächsten Tagen Protestaktionen stattfinden, wird die Polizei sicherstellen, dass diese Demonstrationen friedlich verlaufen.“ Staatsfeindliche Aktivitäten „von Islamisten und Linksextremen“ müssten unterbunden werden, so Stocker.
apa






