von ih 18.10.2026 11:48 Uhr

45 Millionen Euro für den Wiederaufbau nach Großbrand

Knapp eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Großbrand geht der Wiederaufbau des Abfallwirtschaftszentrums in Nußdorf-Debant voran. Nord- und Osttirols Landeshauptmann Anton Mattle hat sich am Samstag vor Ort über die Arbeiten und die geplanten Neuerungen informiert. Die Betreiberfirma Rossbacher investiert bis Ende 2028 rund 45 Millionen Euro in den Standort, davon etwa vier Millionen Euro in den Brandschutz.

Knapp 1,5 Jahre nach dem Großbrand steht der Standort der Recyclinganlage im Zeichen des Wiederaufbaus. - Foto: Land Tirol/Fitsch.

Neben einer modernisierten Halleninfrastruktur sind eine vollautomatische Kunststoffsortieranlage und eine Ressourcenrückgewinnungsanlage geplant. Damit soll die Sortierleistung bei Verpackungskunststoffen verdoppelt werden. Aus Sperrmüll sowie Gewerbe- und Baustellenabfällen könnten künftig bis zu 60 Prozent der enthaltenen Wertstoffe zurückgewonnen werden.

Auch der Bahnanschluss soll ausgebaut werden. Durch die Verlagerung von Abfalltransporten auf die Schiene könnten laut Unternehmen künftig bis zu 4.000 Lkw-Fahrten im Bezirk Lienz eingespart werden. Die Halleninfrastruktur soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein, der Ausbau der Bahninfrastruktur ist für 2027 und 2028 vorgesehen.

Der Großbrand Ende Juni 2025 hat zudem die Gefahren falsch entsorgter Batterien und Akkus verdeutlicht. Das Land Tirol appelliert daher an die Bevölkerung, Batterien, Akkus und Elektrogeräte keinesfalls im Restmüll oder im Gelben Sack zu entsorgen. Stattdessen können sie kostenlos bei Rücknahmestellen im Handel oder bei den Recyclinghöfen der Gemeinden abgegeben werden.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite