Bozen könnte auf bestehenden Flächen bis zu 1.500 Wohnungen schaffen

In Bozen ist in bereits ausgewiesenen Wohnbau- und Mischzonen noch Platz für erheblichen Wohnraum. Nach einer Einschätzung von Wohnbaustadtrat Tritan Myftiu könnten dort rund 1.300 bis 1.500 Wohnungen entstehen. Grundlage dafür sind etwa 400.000 Kubikmeter noch nicht ausgeschöpftes Wohnvolumen. Darüber berichtete die Neue Südtiroler Tageszeitung am Freitag.
Großprojekte sind noch nicht eingerechnet
Das genannte Potenzial umfasst noch nicht zusätzliche Vorhaben wie die Huber-Kaserne, die Rombrücke oder das Bahnhofsareal. Damit stellt sich die Frage, welche vorhandenen Möglichkeiten zuerst genutzt werden können – und weshalb zugleich Forderungen nach weiteren Bauflächen laut werden.
Politische Kräfte verlangen 4.000 bis 5.000 neue Wohnungen innerhalb von 15 Jahren. Wie viele davon tatsächlich auf bereits ausgewiesenen Flächen entstehen könnten, hängt auch davon ab, wem die noch verfügbare Kubatur gehört und ob die betreffenden Projekte umgesetzt werden.
Fragen zu Leistbarkeit und Nutzung bleiben offen
Zu klären ist außerdem, ob und in welchem Umfang Wohnungen gefördert oder für Einheimische reserviert werden könnten. Die Zahl von bis zu 1.500 Wohnungen beschreibt zunächst eine mögliche Nutzung des vorhandenen Wohnvolumens. Sie sagt für sich allein noch nichts darüber aus, wann gebaut wird und zu welchen Bedingungen die Wohnungen auf den Markt kommen.
Die endgültige Festlegung der Siedlungsgrenzen wird voraussichtlich erst 2028 erfolgen. Bis dahin bleibt die Frage, welche Flächen für den Wohnbedarf herangezogen werden und ob vorhandene Baureserven ausreichend genutzt werden.
Der UT24-Bericht zur Bozner Stadtentwicklung vom 5. Oktober hatte bereits offene Fragen zur Planung der kommenden 15 Jahre aufgegriffen. Das nun genannte Wohnvolumen rückt die Nutzung bestehender Zonen erneut in den Mittelpunkt.
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