Südtirol investiert zu wenig in Forschung

Die Süd-Tiroler Freiheit sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf. Mit einem Beschlussantrag im Landtag fordert der Abgeordnete Bernhard Zimmerhofer, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung innerhalb von fünf Jahren schrittweise auf drei Prozent des BIP anzuheben. Die dafür notwendigen Mittel sollen bereits im Landeshaushalt 2027 berücksichtigt werden.
„Südtirol muss bei Forschung und Entwicklung endlich zu den Nachbarregionen aufschließen“, erklärt Zimmerhofer. Wer heute nicht in Forschung investiere, riskiere langfristig Nachteile bei Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und Beschäftigung.
Potenzial in heimischen Schlüsselbereichen
Besonders große Chancen sieht Zimmerhofer in Forschungsfeldern, die eng mit den wirtschaftlichen Stärken des Landes verbunden sind. Dazu zählen unter anderem Wintertechnik, Energie, Agrartechnik und Mobilität.
Gezielte Investitionen könnten nach Ansicht der Süd-Tiroler Freiheit die heimische Wirtschaft stärken, Innovationen fördern und neue, hochwertige Arbeitsplätze schaffen.
Forschung soll Abwanderung entgegenwirken
Neben der wirtschaftlichen Entwicklung verweist Zimmerhofer auch auf die demografischen Folgen der Abwanderung. Jährlich würden rund 800 Menschen mehr Südtirol verlassen, als neu hinzukämen. Gerade für ein kleines Land und eine kleine Volksgruppe sei dieser Verlust besonders schwerwiegend.
„Wir bilden junge Menschen gut aus und verlieren anschließend viele von ihnen an andere Regionen. Das können wir uns auf Dauer nicht leisten“, betont der Landtagsabgeordnete. Mehr Forschung und Entwicklung könne attraktive berufliche Perspektiven vor Ort schaffen und dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte im Land zu halten oder für eine Rückkehr zu gewinnen.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher einen verbindlichen politischen Fahrplan mit klaren Etappenzielen. Südtirol müsse sich am europäischen Ziel von drei Prozent orientieren und Forschung und Entwicklung zu einer zentralen Zukunftspriorität machen.






