Team K kritisiert teuren Pflichtkurs für Privatzimmervermieter

Ein 80-stündiger Kurs für bis zu 3.000 Euro: Für das Team K ist die verpflichtende Weiterbildung für Privatzimmervermieter unverhältnismäßig und bürokratisch. Viele Vermieter würden ihre Zimmer seit Jahrzehnten erfolgreich anbieten und verfügten bereits über umfangreiche Erfahrung, argumentiert Landtagsabgeordneter Alex Ploner.
Landesrat Luis Walcher verteidigte die Kurspflicht im Landtag mit dem Ziel, die Qualitätsstandards zu verbessern. Auch die Bekämpfung der Schwarzvermietung und die Schaffung zusätzlichen Wohnraums führte er als Argumente an. Das Team K hält diese Begründung für nicht überzeugend.
Kritik gibt es vor allem an den Kosten. Je nach Anbieter kann der Lehrgang bis zu 3.000 Euro kosten. Zum Vergleich: Der Kurs für die Vermietung von „Urlaub auf dem Bauernhof“ kostet an den Landesfachschulen 440 Euro – und umfasst mit 98 Unterrichtsstunden sogar mehr Zeit.
Airbnb konsequenter kontrollieren
Team-K-Chef Paul Köllensperger fordert stattdessen, die illegale touristische Vermietung von Zweitwohnungen über Plattformen wie Airbnb konsequenter zu kontrollieren. Zudem berichten Betroffene laut Team K, dass bereits kleinere betriebliche Änderungen, etwa eine familieninterne Übergabe oder eine Anpassung der gemeldeten Zimmerzahl, die Kurspflicht auslösen können.
Das Team K spricht sich grundsätzlich für Weiterbildung aus, lehnt den Zwang jedoch ab. Die Qualität der Südtiroler Gastfreundschaft sei vor allem durch Erfahrung und persönliches Engagement gewachsen, nicht durch teure Pflichtkurse.






