Mair „verwundert“ über die Grünen

Wie Landesrätin Mair mitteilt, hat sie dem Grünen Abgeordneten Zeno Oberkofler heute im Landtag angeboten, an einem Arbeitstisch mitzuarbeiten. Dieser soll eine Einrichtung entwickeln, die Vermieter schützt und Mietwohnungen vermittelt. Oberkofler habe das Angebot aber ausgeschlagen. Das sei „verwunderlich und bedauerlich“, so Mair.
Die Grünen haben im Landtag einen Antrag eingebracht. Nach dem Vorbild der Stiftung „Trentino Abitare“ sollte auch in Südtirol eine Einrichtung entstehen, die Eigentümer und Wohnungssuchende zusammenbringt. So sollen leerstehende Wohnungen wieder auf den Markt kommen. Mair betont, dass sie dem Anliegen offen gegenüberstehe. Ihr Ressort arbeite bereits seit Monaten gemeinsam mit Experten daran. „Mir ist aus meiner langjährigen Erfahrung als Oppositionspolitikerin sehr wohl bewusst, dass Ablehnungen mit der Begründung ‚wir arbeiten bereits daran‘ oft nicht glaubwürdig sind“, sagt Mair. In diesem Fall sei es aber tatsächlich so.
Unterschiedliche Vorstellungen
Bei der Umsetzung gehen die Meinungen aber auseinander. Laut Mair soll die Einrichtung privatrechtlich organisiert sein. Neben dem Land sollen sich auch Mieter und Vermieter an den Kosten beteiligen. Außerdem soll das Angebot im ganzen Land verfügbar sein. Aufbauen will Mair auf dem Garantiefonds für Eigentümer, den es seit der Wohnreform gibt. Dieser soll um eine Vermittlung von Wohnungen erweitert werden.
Ein fertiges Modell gebe es noch nicht, räumt Mair ein. Gerade deshalb wäre es sinnvoll gewesen, gemeinsam daran zu arbeiten, statt der Arbeit mit einem Beschluss vorzugreifen. „Entscheidend ist nicht, wer einen Antrag einbringt, sondern dass am Ende ein Modell entsteht, das in der Praxis funktioniert“, sagt Mair.






