Psychischen Gesundheit: Jugendring ruft zum Hinschauen auf

Wie der Südtiroler Jugendring mitteilt, können vor allem Leistungsdruck, ein hektischer Alltag und die ständige Erreichbarkeit Jugendliche belasten. Hinzu kommen die Flut an Informationen im Internet, der ständige Vergleich mit anderen und widersprüchliche Botschaften. Da könne es schwer sein, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und Orientierung zu finden. Nicht jeder schlechte Tag ist gleich ein Grund zur Sorge, betont der Jugendring. Traurigkeit, Unsicherheit und Überforderung gehören zum Leben dazu und müssen nicht versteckt werden. Oft hilft schon ein Gespräch mit Freunden, der Familie oder einer anderen Vertrauensperson. Sich Hilfe zu holen und sie anzunehmen, sei ein wichtiger Schritt.
„Jugendliche müssen nicht schon genau erklären können, was mit ihnen los ist, um sich an uns zu wenden“, sagt Michael Reiner. Er ist Psychologe und leitet die Jugendberatungsstelle Young+Direct. Ein erstes Gespräch könne helfen, die Gedanken zu ordnen und gemeinsam nächste Schritte zu finden.
Hilfe muss leicht zu finden sein
Wichtig sei vor allem, dass Jugendliche wissen, wohin sie sich wenden können. Eltern, Schulen und die Jugendarbeit könnten dabei helfen, Beratungsstellen bekannter zu machen und den ersten Kontakt zu erleichtern. „Die psychische Gesundheit junger Menschen verdient Aufmerksamkeit“, sagt Katja Oberrauch, Vorsitzende des Jugendrings. Jugendliche sollen mit ihren Sorgen ernst genommen werden und verlässliche Hilfe finden.
Die Beratung bei Young+Direct ist kostenlos, vertraulich und ohne großen Aufwand möglich. Jugendliche können sich per WhatsApp, über das Jugendtelefon, per Mail oder persönlich melden.






