1.673 Helfer auf 251 Höfen: 30 Jahre Hilfe für Südtirols Bergbauern

Die Idee entstand Anfang der 1990er Jahre im Umfeld des Bäuerlichen Notstandsfonds. Nach behördlichen Abklärungen und einem Pilotprojekt in drei Gemeinden starteten 1996 die ersten Einsätze auf Südtiroler Bergbauernhöfen. Ein Jahr später gründeten der Südtiroler Bauernbund, die Caritas, der Südtiroler Jugendring und die Lebenshilfe den Verein Freiwillige Arbeitseinsätze. Seither haben Tausende Menschen auf Höfen mitgearbeitet und bäuerlichen Familien in schwierigen Situationen geholfen.
„In all diesen Jahren haben die unzähligen Helfer mit ihrem Einsatz einen Beitrag dazu geleistet, dass in Südtirol auch heute noch so viele Bergbauernhöfe auch in extremer Lage bewirtschaftet werden können“, betonte Obmann Georg Mayr.
Fast 15.000 Einsatztage in einem Jahr
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Verein weiter stark gefragt ist. 2026 wurden 1.673 Freiwillige vermittelt. Sie leisteten gemeinsam 14.910 Einsatztage auf 251 Bergbauernhöfen im ganzen Land. Die Helfer kommen längst nicht mehr nur aus Südtirol. Rund zwei Drittel stammen aus Deutschland, weitere aus Österreich, der Schweiz, anderen Regionen Italiens und weiteren europäischen Ländern. Mehr als ein Fünftel der Freiwilligen sind Südtiroler. Auffällig sei auch das Alter, denn fast die Hälfte der Helfer ist über 55 Jahre, berichtet der Verein in einer Aussendung.
Buch und Podiumsgespräch
Höhepunkt der Feier war die Präsentation des Jubiläumsbuches „Man spürt jede Hand“. Es erzählt von Begegnungen zwischen Helfern und Bergbauernfamilien, von den Herausforderungen im Berggebiet und von den vielen kleinen und großen Gesten der Solidarität. Auf dem Podium saßen Buchautor Leo Hillebrand, Landesrätin Rosmarie Pamer, Obmann Georg Mayr, Bergbauernvertreter Alberich Hofer, der Bergbauer Reinhold Volgger und die Helferin Ruth Berg. Moderiert wurde die Buchvorstellung von Markus Frings.
Ehrungen für langjährige Begleiter
Stellvertretend für alle Helfer wurden einige Freiwillige geehrt. Koordinatorin Monika Thaler stellte sie jeweils kurz vor. Applaus gab es auch für drei Personen, die die Geschichte des Vereins prägen: Manuel Kröss als Mitarbeiter seit zehn Jahren, Monika Thaler als Koordinatorin seit 20 Jahren und Georg Mayr als Obmann seit 30 Jahren. Gedankt wurde außerdem der Südtiroler Landesregierung, dem Amt für Deutsche Kultur, der Firma ASPIAG/Despar und der Stiftung Südtiroler Sparkasse.






