von ih 02.10.2026 13:31 Uhr

Grüne fordern mehr Schlafplätze für Obdachlose

Angesichts des bevorstehenden Winters fordern die Grünen in Südtirol verstärkte Maßnahmen zum Schutz obdachloser Menschen. Mit einem Beschlussantrag wollen sie mehr Schlafplätze, ein Kältetelefon und langfristige Lösungen gegen Wohnungslosigkeit erreichen.

Foto: Grüne

Der Antrag wurde am Freitag in Bozen von der grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa gemeinsam mit den ehrenamtlich Tätigen Rosina Ruatti, Inge Mahlknecht und Gerda Gius vorgestellt.

Foppa betonte in diesem Zusammenhang, dass der Winter jedes Jahr wiederkehre und ausreichend Vorsorge getroffen werden müsse. Neben einer flexiblen Aufstockung der Notschlafplätze bei besonders niedrigen Temperaturen sieht der Antrag ein rund um die Uhr erreichbares Kältetelefon vor. Darüber soll die Bevölkerung Menschen melden können, die bei Minusgraden im Freien übernachten.

Zudem sprechen sich die Südtiroler Grünen für eine Stärkung des Ansatzes „Housing First“ aus. Statt Obdachlosigkeit ausschließlich mit Notunterkünften zu begegnen, sollen Betroffene direkten Zugang zu dauerhaftem und leistbarem Wohnraum erhalten und dabei begleitet werden.

Die Vertreter von Dormizil und VinziShower verweisen auf ihre Erfahrungen aus der ehrenamtlichen Arbeit und unterstrichen die Notwendigkeit konkreter politischer Maßnahmen. Es brauche eine landesweite Strategie, die das Recht auf Wohnen und die Würde aller Menschen in den Mittelpunkt stelle.

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