Tirol hat weiter die niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs

Rund 361.000 Menschen sind derzeit unselbstständig beschäftigt. Das sind um rund 2.000 Personen oder 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr und damit ein neuer Rekord. Der Tiroler Arbeitsmarkt zeigt sich damit robust gegenüber internationalen Trends, so das Land Tirol in einer Aussendung. Gleichzeitig fehlen den Betrieben die Leute. Ende September waren beim AMS Tirol 7.339 sofort verfügbare Stellen gemeldet, um 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders groß ist der Bedarf an jungen Fachkräften: 1.548 offenen Lehrstellen stehen derzeit nur 596 Lehrstellensuchende gegenüber. Es gibt also mehr als doppelt so viele Angebote wie Suchende.
„Tirol ist anders als die anderen Bundesländer. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote in Österreich. Noch nie gab es so viele unselbstständig Beschäftigte in Tirol wie aktuell“, betont Landeshauptmann Anton Mattle. Die hohe Zahl an offenen Stellen zeige aber deutlich, dass die Betriebe gut ausgebildete Arbeitskräfte brauchen. „Deshalb müssen wir dort ansetzen, wo wir langfristig den größten Hebel haben: bei Ausbildung und Qualifizierung.“ Der wichtigste Pfeiler gegen den Fachkräftemangel bleibe für ihn die Lehre: „Wer heute in die Lehre investiert, sichert die Fachkräfte von morgen.“
200 Millionen für die Berufsschulen
Erst kürzlich hat die Landesregierung einen Masterplan für die Tiroler Fachberufsschulen vorgestellt. Bis 2035 sollen rund 200 Millionen Euro in die Modernisierung und den Umbau der Standorte fließen. Dazu kommen die Ausbildungsbeihilfe für Lehrlinge, die Begabtenförderung sowie die Unterstützung von Lehrlingsprojekten und Berufsorientierungsangeboten. Mit Initiativen wie der Lehrlingsmesse und „Lehrling des Monats“ sollen die Karrierewege einer dualen Ausbildung sichtbarer werden.






