von mmh 30.09.2026 07:13 Uhr

Südtirol baut digitale Angebote für Senioren aus

Anlässlich des Tages der Seniorinnen und Senioren am 1. Oktober weist das Land Südtirol auf verschiedene Angebote zur digitalen Weiterbildung hin. Besonders die sogenannten Digi Points sollen älteren Menschen dabei helfen, sich im digitalen Alltag besser zurechtzufinden.

Anlaufstellen, wie die Digipoints (im Bild jener in St. Martin in Passeier), bieten wichtige Unterstützung auch für Seniorinnen und Senioren und können damit die Scheu vor der digitalen Welt abbauen (von links): Landesrätin Rosmarie Pamer, Bürgermeister Dominik Alber und Digi Point-Mitarbeiterin Alina Platter. (Foto: LPA/Ressort Sozialer Zusammenhalt, Familie, Senioren, Genossenschaften und Ehrenamt)

Digi Points in mehr als 20 Gemeinden

Wie Seniorenlandesrätin Rosmarie Pamer erklärt, bleiben Senioren heute länger aktiv, bilden sich weiter und nehmen am gesellschaftlichen Leben teil. Dazu gehört zunehmend auch der Umgang mit digitalen Angeboten.

In mehreren Südtiroler Gemeinden gibt es dafür bereits Digi Points. Dort stehen Tutoren zur Verfügung, die bei Fragen rund um die digitale Welt unterstützen und Hilfestellung geben.

Das Land treibt den Ausbau dieser Anlaufstellen nach eigenen Angaben intensiv voran. Laut der Agentur für ein Digitales Südtirol soll bis Ende des Jahres in einem Großteil der Südtiroler Gemeinden ein Digi Point aktiviert sein. Derzeit wird das Angebot in mehr als 20 Gemeinden ausgebaut.

Unterstützung vor Ort

Der Ausbau erfolgt im Rahmen des Dreijahresplans zur Umsetzung des Landesgesetzes zum Aktiven Altern (LG 12/2022). Darin ist unter anderem die Förderung des bestehenden Netzwerks digitaler Anlaufstellen wie Digi Points und Diggy-Treffs vorgesehen.

Eine wichtige Rolle sollen dabei auch die Seniorenbeiräte und Seniorengemeinderäte übernehmen. Sie kennen laut Pamer die Bedürfnisse vor Ort und könnten deshalb dazu beitragen, die Angebote entsprechend auszurichten.

Ideen für mehr Austausch

Bei einem Treffen der Mitglieder der Seniorenbeiräte wurde außerdem ein neues Ideenheft vorgestellt. Darin werden weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wie ältere Menschen beim Umgang mit digitalen Technologien unterstützt werden können.

Vorgeschlagen wird unter anderem eine Digital-Sprechstunde. Diese könnte nicht nur den Wissenstransfer zwischen Jugendlichen und Senioren fördern, sondern auch den Austausch zwischen den Generationen stärken.

Pamer ruft ältere Menschen dazu auf, bestehende Angebote zu nutzen und sich an die digitale Welt heranzuwagen. Digitalisierung könne zunächst komplex wirken, mit Geduld und Unterstützung aber eine Bereicherung für den Alltag sein.

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