von lif 29.09.2026 06:51 Uhr

Weiterhin kein Temperatursturz in Sicht

Ein Temperatursturz ist weiter nicht in Sicht und die Werte liegen deutlich über dem Durchschnitt für die Jahreszeit. In den kommenden Tagen soll sich aber vor allem eines ändern: Es wird morgens grauer.

APA/Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Etschtal wurden am Montag 27 Grad gemessen. Selbst im Pustertal, in Bruneck, kletterte das Thermometer auf 26 Grad. Auf dem Jaufenpass in über 2.000 Metern Höhe waren es noch 18 Grad. Besonders auffällig sei die Nullgradgrenze, denn sie liegt derzeit erst auf 4.000 Metern, ein Wert, der eigentlich typisch für den Hochsommer ist. Im Lauf der Woche geht es auf den Bergen leicht bergab und bis zum Wochenende sinkt die Nullgradgrenze Richtung 3.500 Meter, berichtet Florians Wetterseite. 

Aus der Poebene strömt etwas feuchtere Luft in die Alpentäler und schon heute begann der Tag über den Haupttälern mit ein paar Hochnebelfeldern. Am Mittwoch und Donnerstag werden diese kompakter, so der Hobbymeteorologe. Vor allem in der Früh könne es also trüb sein. Die Nebelobergrenze liegt voraussichtlich bei etwa 2.500 Metern. Beliebte Sonnenaufgangsberge wie der Laugen oder das Aldeiner Weißhorn können damit im Nebel stecken. Untertags lockert der Hochnebel wieder auf. Ein Regenereignis sei vorerst nicht in Sicht.

Warme Meere als Risiko für später

Nach dem heißen Sommer sind auch die Meere noch überdurchschnittlich warm. Das könne später im Herbst zum Problem werden, berichtet der junge Marlinger. Strömt nämlich kalte Luft aus dem Norden weit in den Süden, können die Tiefdruckgebiete stärker ausfallen als sonst. Warme Meeresoberflächen wirken dabei wie eine geheizte Herdplatte und geben mehr Energie und Feuchtigkeit an die Luft ab. Auch vor dem Sturmtief Vaia im Oktober 2018 und vor den Überschwemmungen in Ostösterreich im September 2023 war das Mittelmeer wärmer als üblich.

Die Grundzutat für stärkere Ereignisse sei also vorhanden. Ob das Potenzial auch ausgeschöpft wird, hänge von den Strömungsmustern ab. Dabei muss das Meer gar nicht direkt vor der Haustür liegen. Strömungen können Energie und Feuchtigkeit auch über weite Strecken transportieren. Fachleute sprechen von einem atmosphärischen Fluss.

Vorerst bleibt die Lage aber ruhig und der Spätsommer lässt sich genießen.

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