Wegen Mord gesuchter Albaner in Bozen festgenommen

Der 28-Jährige wurde in seiner Heimat vom Gericht in Diber rechtskräftig zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der Grund ist laut der Quästur ein vorsätzlicher Mord, den er im September 2018 gemeinsam mit anderen begangen haben soll. Albanien hat daraufhin einen internationalen Haftbefehl beantragt. Seine Strafe hat der Mann aber nie angetreten. Stattdessen tauchte er in Italien unter und ließ sich in Meran nieder. Albanien beantragte deshalb einen internationalen Haftbefehl. Über Interpol wurde er in ganz Europa gesucht.
Das Amt für kriminalpolizeiliche Ermittlungen der Quästur Bozen leitete gemeinsam mit dem Polizeikommissariat Meran die Fahndung ein. So wurde er schließlich in einem Lokal in der Bozner Industriezone, wo er sich mit Landsleuten aufhielt, gefunden. Die Beamten brachten den 28-Jährigen in die Quästur. Nachdem seine Identität überprüft und mit der INTERPOL-Ausschreibung abgeglichen war, erklärten sie die Festnahme.
Der Mann sitzt nun in der Justizvollzugsanstalt Bozen. Über eine mögliche Auslieferung an Albanien entscheidet der Präsident des Berufungsgerichts Trient, Außenstelle Bozen.






