von lif 25.09.2026 13:55 Uhr

Mehrere Jagdhunde in Auto erstickt

Auf einem Rastplatz an der Brennerautobahn hat die Polizei einen schweren Fall von Tierquälerei aufgedeckt. Sieben Hunde überlebten den Transport nicht.

Bild: APA/THEMENBILD

Der Fall ereignete sich am Abend des 13. September auf dem Rastplatz Trens Ost in Fahrtrichtung Norden. Eine Streife der Verkehrspolizei Sterzing rückte aus, nachdem ein Rastplatzbesucher mehrere verendete Hunde in einem Fahrzeug bemerkt hat. Beim Eintreffen der Beamten versuchten mehrere Personen gerade, einen Hund wiederzubeleben, der sich in äußerst schlechtem Zustand befand. Trotz sofortiger tierärztlicher Versorgung verendete auch dieser Hund.

Nach Angaben der Fahrzeuginsassen waren es sieben English Setter auf dem Weg nach Lappland zu einem Jagdausflug. Transportiert wurden sie in vier Boxen im hinteren Bereich des Fahrzeugs: zwei Rüden jeweils allein, die fünf Hündinnen auf zwei Boxen verteilt.

Die Fotodokumentation der Beamten zeigt besonders beengte Verhältnisse, berichtet die Quästur. Rund um und über den Transportboxen lagerten sie persönliche Gegenstände und der Kofferraum war damit nahezu vollständig ausgefüllt. Vermutlich waren dadurch auch die Lüftungsöffnungen der Boxen blockiert. Zudem befanden sich die Boxentüren unmittelbar am Heckdeckel. So blieb zwischen Boxen und Verschluss kaum Platz. Alle sieben Hunde verfügten über einen europäischen Heimtierausweis, waren per Mikrochip gekennzeichnet und laut Unterlagen ordnungsgemäß geimpft.

Fahrzeug und Waffen beschlagnahmt

In Abstimmung mit der Justizbehörde beschlagnahmten die Beamten das Fahrzeug, die Körper der verendeten Hunde sowie die mitgeführten Jagdwaffen samt Munition.

Die Ermittlungen dauern an. Die Verantwortlichkeiten der beteiligten Personen müssen anhand der bisherigen Beweise und der angeordneten veterinärmedizinischen Untersuchungen bewertet werden.

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