von mmh 24.09.2026 08:51 Uhr

84 Millionen Euro für leistbares Wohnen in Tirol

Das Land Tirol stellt im dritten Quartal 2026 weitere 84 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung für Neubau und Sanierung bereit. 20 Millionen Euro davon fließen in die Sanierung bestehender Gebäude. Zusätzlich wurden Großbauvorhaben mit einem Fördervolumen von 51 Millionen Euro freigegeben.

Das Land Tirol hat im dritten Quartal 2026 weitere 84 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung zugesichert. (Foto: © Land Tirol/Wurnig)

Das Kuratorium für Wohnbauförderung hat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag Bilanz über die Förderungen der vergangenen drei Monate gezogen. Zwischen Juli und September wurden insgesamt 84 Millionen Euro zugesichert.

Der größte Teil entfällt mit rund 64 Millionen Euro auf Neubauvorhaben. Weitere rund 20 Millionen Euro sind für Sanierungen vorgesehen. Zusätzlich gab das Kuratorium 51 Millionen Euro für objektgeförderte Großbauvorhaben in Tirol frei.

„Die Wohnbauförderung ist eines unserer stärksten Instrumente, um Wohnen in Tirol leistbar zu halten. Mit weiteren 84 Millionen Euro unterstützen wir die Schaffung von neuem Wohnraum und investieren gleichzeitig kräftig in unseren Gebäudebestand“, erklärt Wohnbaureferent LHStv Philip Wohlgemuth. Damit würden Menschen entlastet, Investitionen in allen Tiroler Bezirken gesichert und die heimische Bauwirtschaft gestärkt.

20 Millionen Euro für Sanierungen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sanierung bereits bestehender Gebäude. Im dritten Quartal wurden dafür rund 20 Millionen Euro zugesichert.

Gefördert werden unter anderem bessere Dämmungen und Maßnahmen gegen Hitze, effizientere Heizsysteme sowie der Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Ziel ist es, Gebäude langfristig aufzuwerten und gleichzeitig den Energieverbrauch und die laufenden Wohnkosten zu senken.

Auch für Tirols Ziel der Energieautonomie bis 2050 spielt die Sanierung eine wichtige Rolle. Rund 45 Prozent des gesamten Energiebedarfs entfallen auf den Gebäudesektor.

Wohlgemuth sieht deshalb gerade im bestehenden Gebäudebestand großes Potenzial. „Die günstigste Energie ist jene, die wir gar nicht erst verbrauchen“, betont der Wohnbaureferent. Bessere Dämmungen, moderne Heizsysteme und umfassende Sanierungen könnten sowohl die Energiekosten für die Bewohner als auch die Belastung für das Klima reduzieren.

Wohnbauförderung soll nachhaltiger werden

Bis 2027 will das Land Tirol die Wohnbauförderung weiterentwickeln. Geplant sind unter anderem einfachere Förderbestimmungen und eine gezieltere Weiterentwicklung der Zuschüsse.

Gleichzeitig sollen Nachhaltigkeit und ein schonender Umgang mit Ressourcen künftig noch stärker berücksichtigt werden. Auch Rückbaukonzepte sollen eine größere Rolle spielen. Dabei geht es unter anderem um die Wiederverwendung und das Recycling von Baustoffen.

„Wohnbauförderung muss beides leisten: Wohnen für die Menschen leistbar halten und dafür sorgen, dass wir heute so bauen und sanieren, dass es auch morgen noch sinnvoll ist“, erklärt Wohlgemuth. Die Förderungen sollen deshalb einfacher in der Anwendung, zielgerichteter und stärker auf Energie- und Ressourceneffizienz ausgerichtet werden.

Wo Förderungen beantragt werden können

Anträge für Wohnbauförderung, Wohnhaussanierung und Wohnbeihilfen für Eigentumswohnungen können in den Bezirken Imst, Landeck, Lienz, Kufstein, Kitzbühel, Reutte und Schwaz bei der jeweils zuständigen Bezirkshauptmannschaft gestellt werden.

Für Anträge aus dem Bezirk Innsbruck-Land, Neubauansuchen für das Stadtgebiet Innsbruck sowie Wohnbeihilfeansuchen für Mietwohnungen ist die Abteilung Wohnbauförderung im Amt der Tiroler Landesregierung zuständig.

Anträge für Sanierungen sowie Ansuchen um Mietzins- und Annuitätenbeihilfe in der Stadt Innsbruck sind beim Stadtmagistrat einzubringen.

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