Europaweites Schleppernetzwerk aufgeflogen

Nach Angaben der Ermittler vom Mittwoch soll die Gruppe ein Netzwerk betrieben haben, das Personen ohne Aufenthaltsberechtigung die illegale Einreise nach Großbritannien ermöglichte. Die Migrantinnen und Migranten reisten über Flughäfen in mehr als 16 Staaten beziehungsweise von Dublin in das Vereinigte Königreich. Dabei nutzten sie überwiegend echte Reisepässe und gültige Schengen-Touristenvisa.
Originaldokumente nach Anreise durch Fälschungen ersetzt
Nach der Einreise in die EU wurden die Originaldokumente entsorgt und durch vom Schleppernetzwerk bereitgestellte Fälschungen ersetzt, um Identität und Reiserouten zu verschleiern. Anschließend seien die Migranten nach Belfast gebracht worden. Dazu habe das Netzwerk unter anderem organisierte Taxifahrten genutzt. Von Belfast aus seien die Betroffenen anschließend mit Inlandsflügen nach England weitergereist.
Neben Spanien und dem Vereinigten Königreich war Österreich einer der Hauptstandorte des Schleppernetzwerks. Dabei dienten Mobilfunkgeschäfte in Wien oftmals als Drehscheibe zur Beschaffung der gefälschten Reisedokumente. Hinweise aus verschiedenen Ländern deuten darauf hin, dass der Gesamtumsatz des Netzwerks zwei Millionen Euro überschritten hat. Neben den Ermittlern aus Österreich, Spanien, dem Vereinigten Königreich und Italien unterstützten auch Strafverfolgungsbehörden aus Belgien, Finnland, Irland, Island, Schweden, Portugal, den Niederlanden und Norwegen sowie die europäische Agentur Europol die Aktion.
apa






