von lif 16.09.2026 09:32 Uhr

„Kinder sind keine politische Kategorie“

Am gestrigen Dienstag (15. September) sind fast 100 Führungskräfte der deutschsprachigen Kindergärten und Schulen auf Schloss Maretsch zusammengekommen. Mit dabei waren Bildungslandesrat Philipp Achammer, Bildungsdirektor Gustav Tschenett, Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner, der Landesdirektor der deutschsprachigen Berufsbildung Peter Prieth, Landeskindergartendirektorin Helena Saltuari und Landesmusikschuldirektorin Alexandra Pedrotti.

(von links) Moderatorin Edith Benischek, Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) Neha Bhati, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Komponistin und Musikpädagogik-Professorin Manuela Kerer, Geschäftsführer der Firma Weico Metallbau Hubert Weissteiner. (Foto: LPA/Deutsche Bildungsdirektion/Margit Pichler)

Unter dem Titel „Gesellschaft im Wandel“ wurde diskutiert, welche Fähigkeiten junge Menschen für die Zukunft benötigen. An der Podiumsdiskussion nahmen neben Landeshauptmann Arno Kompatscher auch die Vorsitzende der Südtiroler Hochschülerschaft Neha Bhati, die Komponistin und Musikpädagogin Manuela Kerer sowie der Unternehmer Hubert Weissteiner teil.

„Gerade in einer Zeit großer technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen braucht es weniger Ideologie, mehr Orientierung und eine Bildung, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichtet“, betonte Achammer. Und weiter: „Kinder sind keine politische Kategorie. Unser Auftrag ist nicht, gesellschaftliche Debatten ins Klassenzimmer zu tragen, sondern Kindern und Jugendlichen jene Grundfertigkeiten, Kompetenzen und Haltungen mitzugeben, die sie brauchen, um ihre Zukunft selbstbewusst und verantwortungsvoll zu gestalten.“

Bildungsforscher rückt Lehrkräfte in den Fokus

Das Impulsreferat hielt Klaus Zierer, Professor für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. Die Menschheit werde von vielen Krisen heimgesucht, die politische Systeme und die Gesellschaft als Ganzes herausforderten, sagte er: „Nicht zuletzt das Bildungssystem ist gefordert, die nachwachsende Generation auf die Zukunft vorzubereiten.“ Seine zentrale Botschaft: „Nach den Erkenntnissen der empirischen Bildungsforschung sind es weder Strukturen noch Methoden oder Medien, die den Bildungserfolg maßgeblich bestimmen, sondern vor allem die Professionalität der Lehrkräfte.“

Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung von Maria Huber und Matteo Facchin am Akkordeon sowie Saccharja Huber an der Klarinette, unter der Leitung von Kathrin Thorack.

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