von lif 15.09.2026 13:51 Uhr

WOBI: Mair setzt mit neuen Schildern Zeichen für Respekt und Regeln

Laute Musik, Müll im Stiegenhaus, Hunde ohne Leine: In Wohnanlagen gibt es viel Konfliktpotenzial. Eine neue Aktion des Landes soll die Mieter an die Regeln erinnern.

Die scheidende WOBI-Präsidentin Francesca Tosolini (im Bild links) mit Wohn- und Sicherheitslandesrätin Ulli Mair bei der Anbringung der ersten Plaketten in den WOBI-Gebäuden. (Foto: LPA/advertos)

Derzeit werden in den WOBI-Wohnanlagen in Bozen und Meran rund 100 Plaketten angebracht, die zum respektvollen Miteinander aufrufen, berichtet das LPA in einer Aussendung. Die Aktion ist an die RESPECT-Kampagne des Landes angelehnt, die vor Kurzem neu aufgelegt wurde. „Wo viele Menschen zusammenleben, braucht es vor allem eines: gegenseitigen Respekt und klare Regeln“, ist Wohn- und Sicherheitslandesrätin Ulli Mair überzeugt. Sie macht sich dabei keine Illusionen: „Die Tafeln allein werden niemanden davon abhalten, gegen Regeln zu verstoßen. Aber sie machen unmissverständlich klar: Im WOBI gelten Regeln, und deren Einhaltung wird ernst genommen.“ Das erhöhe die Hemmschwelle für Fehlverhalten und zeige jenen, die sich an die Regeln halten, dass ihre Interessen geschützt werden.

Die ersten Tafeln brachte Mair gemeinsam mit Francesca Tosolini an, die vor Kurzem als WOBI-Präsidentin abgelöst wurde. „Für ein gutes Zusammenleben reichen kleine Gesten aus, zum Beispiel indem Ruhezeiten respektiert, Gemeinschaftsflächen sauber gehalten und gemeinsame Bereiche verantwortungsvoll genutzt werden“, betont Tosolini.

Meldungen per QR-Code

Ein QR-Code auf den Schildern führt zu einem Online-Formular, über das Missstände direkt den zuständigen Stellen gemeldet werden können. Mair verweist zugleich auf die Konsequenzen bei Verstößen: „Schäden werden verrechnet, Verwaltungsstrafen verhängt und Beiträge werden gestrichen. Bei wiederholtem Zuwiderhandeln kann es auch zu einer Wohnungskündigung kommen.“ Die Streichung von Beiträgen für die Wohnnebenkosten bei Regelverstößen hatte die Landesrätin bereits 2024 durchgesetzt.

Ein weiterer Schritt war die Einführung eines mobilen Sicherheitsdienstes in Bozen und Meran, der inzwischen aufgestockt wurde und dabei hilft, Verstöße zu erkennen und zu dokumentieren. „Respekt füreinander. Klare Regeln für alle. Mit diesen zwei Grundsätzen möchten wir ein lebenswertes Wohnumfeld fördern“, so Mair.

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