von mmh 15.09.2026 07:47 Uhr

Oktoberfest 2026: Wasser teurer als Bier – neuer Preis-Rekord

Das Oktoberfest gilt seit Jahren als teures Vergnügen, doch heuer setzt die Wiesn einen neuen Rekord: In einem Münchner Festzelt kostet Medienberichten zufolge ein Liter Wasser mittlerweile mehr als eine Mass Bier.

(Archiv/APA/dpa)

Die Teuerungswelle macht auch vor der Theresienwiese nicht halt. Beim Oktoberfest 2026 klettern die Getränkepreise auf neue Rekordmarken, wobei heuer besonders die Preisgestaltung bei alkoholfreien Getränken auffällt. In Kufflers Weinzelt verlangt der Wirt für einen Liter Tafel- beziehungsweise Mineralwasser stattliche 15,33 Euro. Damit ist das Wasser in diesem Zelt teurer als der günstigste Gerstensaft auf dem gesamten Festgelände. Selbst im beliebten Augustiner-Zelt ist die Mass Bier mit 14,90 Euro günstiger als das Wasser im Weinzelt.

Durchschnittlicher Bierpreis bei 15,80 Euro

Auch bei den Bierpreisen gibt es heuer neue Höchstwerte: Im Schnitt kostet eine Mass Festbier auf dem Oktoberfest 2026 rund 15,80 Euro. Den absoluten Spitzenpreis von 15,90 Euro pro Mass verlangen gleich sieben traditionsreiche Festzelte: das Armbrustschützen-Festzelt, die Bräurosl, das Löwenbräu-Festzelt, der Glöckle Wirt, der Goldene Hahn, die Heinz Wurst- und Hühnerbraterei sowie das Festzelt Poschner. Wer in diesen Betrieben eine Runde ausgibt, muss ohne Trinkgeld fast 16 Euro pro Mass einkalkulieren.

Wo sich noch gespart werden kann

Trotz der allgemeinen Preissteigerungen gibt es auf dem Festgelände durchaus Unterschiede. Beim nichtalkoholischen Genuss punkten vor allem kleinere Betriebe: Im Fisch-Bäda kostet der Liter Wasser mit 8 Euro am wenigsten, in der Käfer-Wiesnschänke bleibt der Literpreis mit 9,80 Euro ebenfalls unter der Zehn-Euro-Marke. Den günstigsten Bierpreis der gesamten Wiesn sichern sich das Museumszelt auf der Oiden Wiesn sowie das Familienplatzl mit jeweils 14,80 Euro pro Mass. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bier liegen damit genau 1,10 Euro Unterschied.

Teuerung prägt das gesamte Wiesn-Erlebnis

Dass die Preise auf dem Oktoberfest seit Jahren steigen, überrascht Kenner der Wiesn längst nicht mehr. Neben gestiegenen Energie- und Personalkosten schlagen vor allem Sicherheitsauflagen und der logistische Aufwand der Festwirte zu Buche. Dass nun aber einfaches Wasser die Bierpreise in manchen Zelten übersteigt, markiert für viele Besucher eine neue Dimension – und sorgt entsprechend für Diskussionsstoff.

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