„Arbeiten darf nicht zum Verlustgeschäft werden“

Knoll warnt davor, dass Arbeiten für Pendler zunehmend zum finanziellen Problem werde. Ein immer größerer Teil des Einkommens müsse allein dafür aufgewendet werden, überhaupt zur Arbeit zu gelangen. Gleichzeitig würden die Lebenshaltungskosten steigen, während die Einkommen vieler Südtiroler deutlich hinter dem Niveau in Österreich zurückblieben.
„Arbeiten darf nicht zum Verlustgeschäft werden“
„Wenn ein Arbeitnehmer einen immer größeren Teil seines Lohnes allein dafür ausgeben muss, überhaupt zur Arbeit zu kommen, dann läuft etwas grundsätzlich falsch. Arbeiten darf nicht zum Verlustgeschäft werden“, erklärt Knoll.
Nach Ansicht des Landtagsabgeordneten müsse die Landesregierung angesichts des Landeshaushalts von mehr als neun Milliarden Euro stärker gegen die hohen Energiepreise vorgehen. Sie dürfe sich nicht hinter Zuständigkeiten verstecken, sondern müsse alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Treibstoff und Heizöl für die Bevölkerung günstiger zu machen.
Als mögliche Maßnahmen nennt Knoll eine Senkung von Steuern und Abgaben, auf die das Land Einfluss nehmen könne. Darüber hinaus fordert er direkte Ausgleichszahlungen für die Bevölkerung im gesamten Landesgebiet.
Kritik an Beschränkung auf Grenzgemeinden
Kritisch sieht Knoll auch eine mögliche Beschränkung von Entlastungen bei den Treibstoffkosten auf bestimmte Grenzgemeinden. Die hohen Preise würden schließlich nicht an Gemeindegrenzen Halt machen.
Ob jemand in Bozen, Meran, Bruneck, Brixen oder in einem Dorf im Zentrum des Landes lebe, spiele bei der Belastung durch die gestiegenen Kosten keine entscheidende Rolle, so die Argumentation.
Knoll: „Geld für die eigene Bevölkerung“
Knoll verweist erneut auf den Landeshaushalt und stellt die Prioritäten der Landesregierung infrage.
„Bei einem Landeshaushalt von über 9 Milliarden Euro kann man den Menschen nicht erklären, dass angeblich kein Geld für eine wirksame Entlastung vorhanden ist. Wenn in Süd-Tirol Geld für doppelstöckige Kreisverkehre und „Kunstwerke“ in Kreisverkehren da ist, muss auch Geld für die eigene Bevölkerung da sein, die dieses Land mit ihrer Arbeit finanziert“, so Knoll.






