26 Festnahmen bei Razzien gegen LGBT-Vereine

Bei landesweiten Razzien wurden 26 Menschen festgenommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag meldete, waren zuvor Ermittlungen wegen Vereinsgründung zum Begehen einer Straftat, Prostitution, Obszönität sowie Drogenbesitz eingeleitet worden. Die Einsätze fanden an 38 Adressen statt, darunter Wohnhäuser, Arbeitsstätten und Vereinssitze. Betroffen waren neben Istanbul unter anderem Ankara, Izmir und Antalya. Nach weiteren Personen werde gefahndet.
Zu den betroffenen Organisationen zählt die Gruppe Kaos GL, die sich für die Rechte von Homo- und Bisexuellen, Transmenschen und queeren Personen einsetzt. Sie erklärte auf der Plattform X, die Polizei sei in ihre Räumlichkeiten eingedrungen und habe Mitglieder des Vorstands festgenommen.
„Meine Familie ist in Sicherheit“
Die Staatsanwaltschaft erklärte laut Anadolu, es seien Beweise gefunden worden, wonach durch die Aktivitäten der Vereine Minderjährige in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität beeinflusst würden. Die Operationen hätten das Ziel zu verhindern, dass diese Aktivitäten in der Gesellschaft „als normal angesehen werden, zum Wohle der Kinder sowie zum Schutz der Institution der Familie und der gemeinsamen moralischen Werte“. Betitelt wurden die Razzien als Operation „Meine Familie ist in Sicherheit“.
APA/UT24






