Gesundheitsausgaben um 60 Prozent gestiegen

Pro Kopf stiegen die Ausgaben von 3778 Euro im Jahr 2015 auf 5682 Euro im Jahr 2024, das ist ein Plus von gut 50 Prozent. Die Zuwächse fielen je nach Bereich sehr unterschiedlich aus: Sie reichten von 42,9 Prozent bei medizinischen Gütern bis zu 143,5 Prozent bei der spitalsambulanten Versorgung. Die rein öffentlichen Ausgaben betrugen 2024 rund 39,5 Milliarden Euro und waren damit für etwa 15 Prozent aller Staatsausgaben verantwortlich. Auffällig: Die Ausgaben der öffentlichen Hand wuchsen mit 64,9 Prozent deutlich stärker als die privaten Ausgaben mit 46,3 Prozent.
Kritik an „widersprüchlichen Anreizen“
Der Bericht betont zudem, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems komplexe Verflechtungen zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung aufweise, insbesondere bei der Finanzierung der Krankenanstalten. Daraus entstünden „widersprüchliche finanzielle Anreize“ für die Akteure, vor allem bei Leistungsverschiebungen zwischen dem stationären und dem niedergelassenen Bereich.
Ein guter Teil des Anstiegs dürfte demografisch bedingt sein. Der allgemeine Anstieg der Staatsausgaben geht zu rund 60 Prozent auf demografieabhängige Bereiche zurück, neben Pensionen und Pflege eben auch auf die Gesundheit.
Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht: Laut einer ersten Schätzung der Statistik Austria stiegen die Gesundheitsausgaben auch 2025 kräftig, und zwar um 3,5 Milliarden Euro oder 6,1 Prozent auf 61,3 Milliarden Euro. Der Anteil an der Wirtschaftsleistung nahm damit auf 11,9 Prozent des BIP zu.
APA/UT24






