Durchbruch nach zwei Jahren: Neuer Vertrag für Allgemeinmediziner

In Bozen ist am 8. September der Entwurf des neuen Landeszusatzvertrags für die Allgemeinmedizin unterzeichnet worden. Vorausgegangen waren fast zweijährige Verhandlungen zwischen der öffentlichen Delegation des Landes und des Sanitätsbetriebs sowie den drei Gewerkschaftsorganisationen SNAMI, FIMMG und SMI.
Der vereinbarte Vertrag soll wichtige Voraussetzungen für die Umsetzung des neuen Modells der wohnortnahen Gesundheitsversorgung schaffen.
Mehr Geld und zusätzliche Leistungen
Vorgesehen ist unter anderem eine höhere Vergütung als im staatlichen Kollektivvertrag für die Tätigkeit von Allgemeinmedizinern in den Gemeinschaftshäusern.
Darüber hinaus soll das Angebot an Zusatzleistungen ausgeweitet werden. Dazu zählen sogenannte „Leistungen von besonderem beruflichem Aufwand“, unter anderem im diagnostischen Bereich.
Auch die medizinische Tätigkeit in peripheren Gebieten soll stärker gefördert werden. Gleiches gilt für die ärztliche Betreuung in Seniorenwohnheimen.
Für die vorgesehenen Maßnahmen stellt die Landesregierung insgesamt mehr als 8 Millionen Euro bereit.
Vertrag soll noch heuer in Kraft treten
Gesundheitslandesrat Hubert Messner und die beteiligten Gewerkschaftsorganisationen betonen die Bedeutung der erzielten Einigung. Sie sehen darin einen wichtigen Schritt für das gemeinsame Ziel, die Gesundheitsversorgung der Menschen in Südtirol weiter zu verbessern.
Ganz abgeschlossen ist das Verfahren allerdings noch nicht. Der nun unterzeichnete Entwurf wird zunächst den zuständigen Kontrollorganen zur Überprüfung vorgelegt.
Anschließend muss die Landesregierung die endgültige Genehmigung zur Unterzeichnung erteilen. Ziel ist es, dass der neue Vertrag bis zum Jahresende in Kraft treten kann.






