Empörung in Ceuta: Junge Männer präsentieren totes Delfinbaby

Die Aufnahmen entstanden am Strand von Trampolin. Darauf ist zunächst ein Streit zwischen Einheimischen und einer Gruppe junger Männer zu sehen. Die nordafrikanischen Migranten stehen am Ufer und haben das regungslose Delfinbaby umringt. Anschließend wird das Tier aus dem Wasser gezogen und von den Männern jubelnd hochgehalten.
Todesursache nicht geklärt
In sozialen Medien und verschiedenen Berichten wird behauptet, die Männer hätten den Delfin im flachen Wasser gejagt und mit einem Stock erschlagen. Belegt ist dies jedoch nicht. Die Männer selbst erklärten, sie hätten das Tier bereits tot im Wasser gefunden.
Auch auf den Aufnahmen lässt sich die genaue Todesursache nicht erkennen. Zu Beginn des Videos scheint der kleine Delfin allerdings noch zu zucken.
Fest steht, dass das Tier anschließend von mehreren Männern umringt und wie eine Trophäe präsentiert wurde. Mehrfach wird der kleine Säuger angefasst.
Influencer greift ein
Die Aufnahmen stammen von dem Influencer Juan Ruiz. Er ging auf die Gruppe zu und forderte die Männer auf, das Tier in Ruhe zu lassen. „Das dürft ihr nicht anfassen, das ist ein Delfin“, sagte Ruiz.
Sein Einschreiten führte schließlich dazu, dass das tote Tier wieder ins Meer gebracht wurde. In den abschließenden Aufnahmen ist der Delfin selbst nicht mehr zu sehen.
Hohe Strafen möglich
Nach Angaben spanischer Umweltschützer soll es sich bei dem Tier um einen Großen Tümmler handeln. Die Art steht unter besonderem gesetzlichen Schutz. Bei Verstößen können je nach Schwere des Falls Geldstrafen zwischen 200.000 und zwei Millionen Euro verhängt werden. Zusätzlich sind Freiheitsstrafen möglich.
Tausende Migranten weiterhin in Ceuta
Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund einer angespannten Situation in Ceuta. Am 30. und 31. Juli sollen rund 72.000 Migranten von Marokko aus schwimmend oder über Grenzzäune in die spanische Exklave gelangt sein. Die meisten kehrten innerhalb weniger Stunden wieder zurück.
Etwa einen Monat später hielten sich laut den vorliegenden Angaben jedoch noch rund 5.000 Migranten in dem Gebiet auf. Rund 1.200 davon seien Minderjährige.
Unter den Einheimischen wächst angesichts der anhaltenden Situation der Unmut. Teile der Bevölkerung protestieren zunehmend auch gewalttätig gegen die Anwesenheit der vielen Migranten. Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez steht dadurch unter erheblichem Druck.






