lvh bittet Kompatscher: „Unsere Betriebe brauchen Entlastung“

Konkret fordert der lvh eine Anpassung der im Richtpreisverzeichnis festgelegten Stundenlöhne. Diese seien seit 2024 unverändert, während Lohn- und Lohnnebenkosten deutlich gestiegen sind. Dadurch klaffe zunehmend eine Lücke zwischen den angesetzten Richtpreisen und den tatsächlichen Kosten der Betriebe.
Allerdings sind die Arbeitskosten im Richtpreisverzeichnis an die Vorgaben des Vergabekodex gebunden. Eine Änderung müsse daher rechtlich abgesichert sein. Das Thema soll deshalb gemeinsam mit den zuständigen Stellen in Rom weiter geprüft werden.
Auch die geplante Senkung der IRAP von 3,9 auf 2,68 Prozent war Thema. Die Maßnahme soll die Südtiroler Wirtschaft jährlich um rund 50 Millionen Euro entlasten. Auf das Handwerk entfallen laut lvh etwa 9,5 Millionen Euro, durchschnittlich rund 900 Euro pro Betrieb.
Grundsätzlich begrüßt der Verband die Steuerentlastung, warnt aber vor zusätzlichen bürokratischen Hürden. Die geplante Reduzierung soll unter anderem an familienfreundliche Maßnahmen, soziale Zusatzleistungen und weitere Kriterien geknüpft werden. Gerade für kleine und familiengeführte Handwerksbetriebe müsse die Entlastung einfach und unbürokratisch zugänglich sein.
Landeshauptmann Kompatscher betonte, dass die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Maßnahmen auf Betriebe unterschiedlicher Größe berücksichtigt werden müssten. Die vom lvh vorgebrachten Vorschläge sollen nun hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Wirkung und praktischen Umsetzbarkeit geprüft werden.






