Ausstellung in Bruneck hinterfragt Schattenseiten des Tourismus

Das Architekturzentrum Wien zeigt darin anhand von Illustrationen, Beispielen und Daten, welche Folgen das moderne Reiseverhalten hat. Thematisiert werden unter anderem steigende Boden- und Wohnkosten, zunehmender Verkehr, CO₂-Emissionen, der Verbrauch von Landschaft sowie die Verdrängung der einheimischen Bevölkerung. Auch die Entwicklung touristischer Unterkünfte zu Anlageobjekten und die Privatisierung attraktiver Landschaftsräume werden beleuchtet.
Gerade für Südtirol stellt sich damit die Frage, wie Tourismus und Lebensqualität miteinander vereinbart werden können. „Wenn ein Land nur mehr als touristische Destination vermarktet wird, leidet die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung in mehrfacher Hinsicht“, sagt Claudia Plaikner, Obfrau des Heimatpflegeverbandes Südtirol. Massentourismus gefährde letztlich jene Kultur- und Naturlandschaft, von der eine Urlaubsregion lebe.
Die Ausstellung will dabei nicht allein Fehlentwicklungen aufzeigen. In acht Themenfeldern geht es auch um mögliche Alternativen und Beispiele aus anderen Ländern. Behandelt werden unter anderem Mobilität, Städtetourismus, touristisch geprägte Dörfer, Klimawandel, Landwirtschaft und Beherbergungsformen. Auch die Rolle der Reisenden und deren Verantwortung für die besuchten Orte wird thematisiert.
Begleitet wird die Ausstellung von Vorträgen, Expertengesprächen, Podiumsdiskussionen und Filmabenden. Zudem gibt es spezielle Angebote für Schulklassen sowie Führungen für Gruppen.
Eröffnet wird „Über Tourismus“ am Montag, 7. September, um 18 Uhr in der Alten Turnhalle in Bruneck. Die Ausstellung ist anschließend von 8. September bis 25. Oktober in der Alten Turnhalle sowie im NOI Techpark NOBIS zu sehen. Der Eintritt ist frei.






