Deeg gegen pauschale Einschränkungen für ältere Autofahrer

In einer Arbeitsfassung des neuen italienischen „Codice della strada“ waren unter anderem ein Fahrverbot auf Autobahnen, ein Bewegungsradius von maximal 100 Kilometern vom Wohnort sowie eine Null-Promille-Regelung für über 85-Jährige vorgesehen. Deeg bezeichnet diese Pläne als „Altersdiskriminierung“. Verkehrssicherheit müsse zwar gewährleistet sein, entscheidend sei aber die tatsächliche Fahrtauglichkeit und nicht das Geburtsdatum.
Auch die regelmäßige Erneuerung von Führerscheinen für ältere Menschen sieht Deeg kritisch. Wer körperlich und geistig fit sei, sollte ihrer Ansicht nach nicht automatisch alle zwei Jahre zusätzliche bürokratische Verfahren durchlaufen müssen. Stattdessen plädiert sie für stärker individuelle Kontrollen bei konkreten Zweifeln an der Fahrtauglichkeit.
Deeg sieht Altersdiskriminierung zudem in Bereichen wie Darlehen, Versicherungen und Finanzdienstleistungen. Angesichts des demografischen Wandels müsse älteren Menschen eine möglichst lange selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. „Älterwerden darf nicht automatisch mit weniger Rechten, weniger Möglichkeiten und mehr Bürokratie gleichgesetzt werden“, betont die SVP-Abgeordnete.






