Chaos im Vinschger Nahverkehr: STF fordert Klarheit

Die Zustände im öffentlichen Nahverkehr im Vinschgau seien untragbar geworden, kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit im Bezirk Vinschgau. Busse und Züge fallen aus, kommen massiv zu spät oder erscheinen gar nicht, Verbindungen ändern sich laufend, Informationen fehlen. Von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider fordert die Bewegung deshalb klare Informationen und einen verbindlichen Zeitplan. Seit Jahren würden die Vinschger um Geduld gebeten. Versprochen seien moderne Züge, ein Halbstundentakt sowie direkte Verbindungen nach Innsbruck und Lienz. Im Alltag erlebten viele Fahrgäste jedoch weiterhin Ausfälle, Verspätungen und überfüllte Busse. „Immer wieder hören wir, wie gut nach Abschluss der Elektrifizierung alles werden soll. Aber die wichtigste Frage bleibt unbeantwortet: Wann funktioniert die Vinschger Bahn endlich vollständig, durchgehend und verlässlich? Die Geduld der Vinschger geht langsam, aber sicher zu Ende“, erklärt Bezirkssprecher Benjamin Pixner.
Sorgen vor dem Schulbeginn
Besonders dringend sei die Klärung vor dem Schulbeginn. Eltern und Schüler müssten rechtzeitig wissen, welche Verbindungen tatsächlich gelten. „Als Mutter möchte ich wissen, wann meine Kinder morgens losfahren müssen, welchen Bus oder Zug sie nehmen können und wann sie wieder nach Hause kommen“, betont Bezirksrätin Karin Meister. Wenige Tage vor Schulbeginn dürfe es keine Unsicherheiten geben. Hinzu kämen zahlreiche Erfahrungsberichte über vorzeitige Abfahrten, nicht bediente Haltestellen sowie mangelnde Orts- und Sprachkenntnisse einzelner Fahrer. Auch von Telefonaten am Steuer und anderen sicherheitsrelevanten Vorfällen werde berichtet.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb konkrete Antworten: Wie sieht der Nahverkehr ab dem ersten Schultag aus? Wie lange dauert der Ausnahmezustand noch? Wann kommt der Halbstundentakt, wann fahren die neuen Züge regulär, und wann kommen die Direktverbindungen nach Innsbruck und Lienz? „Was jetzt gebraucht wird, sind keine weiteren Vertröstungen, sondern klare Informationen, konkrete Daten und ein verbindlicher Zeitplan“, so die Bewegung.






