von red 25.08.2026 14:01 Uhr

Tolle Carports bauen in Tirol

Für zahlreiche Hausbesitzer in Tirol gehört ein eigener Stellplatz am Haus zur Grundausstattung der Immobilie. Insbesondere wegen der alpinen Wetterbedingungen mit nicht gerade wenig Schnee im Winter, wie auch wegen der starken Temperaturschwankungen sowie intensiver UV-Strahlung im Sommer reicht ein ungeschützter Stellplatz für den Wagen meist nicht aus. Ein Carport hingegen bietet eine flexible und kosteneffiziente Alternative zur klassischen Garage, der zudem auch noch modern ist, da er designtechnisch an jede Fassade und an den Hausstil angepasst werden kann.

Symbolbild von Opollo Photography auf Pixabay

Regionale Besonderheiten und Anforderungen bei Carports in Tirol

Wer im alpinen Raum einen Carport bauen möchte, muss sich an die örtlichen Gegebenheiten halten. Gerade Tirol zeichnet sich durch ein ausgeprägtes Mikroklima aus.

Ein zentraler Faktor bei der Planung ist dabei die statische Berechnung der Schneelast. Die Norm ÖNORM EN 1991-1-3 regelt dabei die Einwirkung von Schneelasten auf Tragwerke in Österreich. Je nach Seehöhe und Schneedruckzone können pro Quadratmeter Dachfläche mehrere hundert Kilogramm Last auf die Konstruktion einwirken. Doch neben den extremen Schneelasten muss die Statik auch die Winddrücke berücksichtigen und auf den Korrosions- und Feuchtigkeitsschutz sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Tiroler Bauordnung (TBO)

Bevor der erste Spatenstich erfolgt, steht die rechtliche Absicherung im Vordergrund. Das Bauwesen in Österreich ist Ländersache, weshalb hier die Tiroler Bauordnung (TBO) maßgeblich ist. Dabei gilt ein Carport rechtlich gesehen als überdeckter, nicht allseitig umschlossener Stellplatz oder als Nebengebäude, wenn er eine bestimmte Größe nicht überschreitet.

Abstandsbestimmungen: Gemäß TBO müssen Bauten grundsätzlich Mindestabstände zur Grundstücksgrenze einhalten. Dabei gelten für Nebengebäude und Carports oft Sonderregelungen in dem jeweiligen Bebauungsplan der Gemeinde.

Brandschutz: Steht der Carport direkt am Hauptgebäude oder auch an der Nachbarsgrenze, müssen gegebenenfalls brandschutztechnische Auflagen erfüllt werden.

Flächenwidmung und Bebauungsplan: Zudem muss der örtliche Flächenwidmungsplan beachtet werden, da dieser bestimmt, ob und in welchem Umfang Flächen verbaut werden dürfen.

Welches Material eignet sich für die alpinen Bedingungen?

Die Auswahl des Materials für den Carport entscheidet zum einen über den Pflegeaufwand und über die Langlebigkeit und zum anderen auch über die optische Integration in das Grundstück.

Holz ist der traditionelle Baustoff in den Alpenregionen. Der Vorteil von Holz ist unter anderem eine hohe Tragfähigkeit bei vergleichsweise geringem Eigengewicht. Doch auch die hervorragende ökologische Bilanz ist nicht zu vergessen. Holz benötigt aber einen konstruktiven Holzschutz wie auch einen regelmäßigen Anstrich als Schutz gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung.

Aluminium wird vor allem im modernen Baustil eingesetzt. Es hat den Vorteil, dass es witterungsbeständig, rostfrei und auch pflegeleicht ist. Nachteil ist, dass die Wandstärken und Profilquerschnitte perfekt auf die jeweiligen Schneelastzonen abgestimmt sind, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Feuerverzinkter oder pulverbeschichteter Stahl kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die maximalen Spannweiten ohne Zwischenstützen realisiert werden müssen. Der Vorteil von Stahl ist natürlich die hervorragende Stabilität und Tragkraft sowie hohe Widerstandsfähigkeit.

Mehrwert und Erweiterungsmöglichkeiten

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Carport zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten aufweist.

– Photovoltaik integrieren
Aufgrund der Sonneneinstrahlung in vielen Tiroler Hochtälern kann so problemlos grüner Strom erzeugt werden, der für den Eigenbedarf nutzt werden kann. Weiterführende Informationen zu Umwelt- und Energiesparmaßnahmen im Bauwesen stehen bei der Österreichischen Agentur für Energie (AEA) zur Verfügung.

– Seitenverkleidungen als Sicht- und Witterungsschutz
Zudem können auch Seitenverkleidungen als Sicht- und Witterungsschutz eingesetzt werden. Dies verhindert unter anderem das Eindringen von Triebschnee im Winter und schützt außerdem auch das Fahrzeug vor der seitlichen Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig bleibt durch die offene Zirkulation auch ein entscheidender Vorteil gegenüber einer Garage.

Wer einen Carport in Tirol bauen möchte, muss sich sorgfältig vorbereiten da die klimatischen Bedingungen wie auch die rechtlichen Besonderheiten beachtet werden müssen.

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