Bergsteiger von Felsplatte eingeklemmt

Der 69-Jährige aus Deutschland war mit zwei Bekannten von der Hildesheimer Hütte zu einer Hochtour auf die Pfaffenschneide (3366 Meter) aufgebrochen. Beim Abstieg beschloss die Gruppe, bei einer Einsattelung des Grates, wenige Meter unterhalb des Pfaffenkogels, auf den Sulzenauferner abzusteigen. Als der Mann gegen 15 Uhr ungesichert über eine kurze, rund 30 bis 35 Grad steile Gletscherpassage hinunterging, stürzte er. Er rutschte rund acht Meter und stürzte schließlich in eine rund zwei Meter tiefe Gletscherspalte. Beim Abrutschen löste er zudem eine 250 bis 300 Kilogramm schwere Felsplatte. Diese rutschte ebenfalls ab und klemmte in der Spalte seinen linken Unterschenkel ein, berichtet die Polizei.
Seine beiden Begleiter setzten sofort den Notruf ab und seilten sich zu ihrem Kameraden ab. Die Bergung gestaltete sich aufwändig. Die Felsplatte musste mit einem Flaschenzug und hydraulischem Rettungsgerät angehoben werden. Im Einsatz waren zwei Bergretter, zwei Feuerwehrmänner, die Crew des Notarzthubschraubers „Martin 8“, der Polizeihubschrauber sowie ein Alpinpolizist. Insgesamt waren 17 Mitglieder der Bergrettung Neustift und 20 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neustift alarmiert.
Der Mann erlitt Verletzungen unbestimmten Grades am Kopf und am linken Unterschenkel. Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Hall in Tirol geflogen. Seine beiden unverletzten Begleiter brachte der Polizeihubschrauber zur Hildesheimer Hütte.






