Brandstiftung in Schule: Zwei Verdächtige ausgeforscht

Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg am Nachmittag zur APA sagte, war das Mädchen Schülerin am Gymnasium, ihr Komplize – ein Freund – nicht. Während sich der Bursche geständig zeigte, den Brand mit einer erheblichen Menge Benzin verursacht zu haben, macht die 16-Jährige von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch.
Zum Motiv für die Brandstiftung könne man derzeit noch nichts sagen, betonte Eder: „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.“ Bei dem Feuer war niemand verletzt worden.
Hunderte Bücher durch Brand zerstört
Das Feuer war an einem Montag kurz nach 3.00 Uhr früh ausgebrochen. Es gab mehrere Brandstellen. Die in einer Dienstwohnung in der Schule wohnende Hausmeisterin hatte mehrere kleine Explosionen gehört und die Feuerwehr alarmiert. Ein Übergreifen des Feuers auf andere Räume konnte dank funktionierender Brandschutztüren und dem Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden. Die Bibliothek wurde bei dem Brand allerdings schwer beschädigt, hunderte Bücher zerstört.
Nach Untersuchungen von Brandermittlern und Sachverständigen mit Unterstützung eines Spürhundes erhärtete sich schnell der Verdacht, dass das Feuer gelegt wurde. An der Schule selbst gab es für zehn Tage keinen Präsenzunterricht, die schriftliche Zentralmatura fand aber planmäßig in dem Gebäude statt. Nachdem Laboruntersuchung ergaben, dass die Schulräume wieder ohne Bedenken betreten werden können, wurde das Gymnasium wieder freigegeben.
apa






