„Betreuungszwang durch die Hintertür“: FPÖ übt Kritik

Für Abwerzger verbirgt sich hinter den hohen Vermittlungsquoten ein grundlegendes Problem. „Was hier als Leuchtturmprojekt verkauft wird, ist in Wahrheit ein Betreuungszwang durch die Hintertür. Viele Eltern geben ihre Kinder in die Frühbetreuung, weil sie finanziell dazu gezwungen sind und nicht, weil sie das wirklich wollen. Echte Wahlfreiheit sieht anders aus“, so der Freiheitliche.
Forderung nach finanzieller Unterstützung statt Betreuungsplatz
Statt eines bloßen Rechts auf Vermittlung eines Betreuungsplatzes fordert Abwerzger eine echte finanzielle Alternative für Mütter und Väter, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr selbst zu Hause betreuen möchten. Als Vorbild nennt er das Salzburger Berndorfer Modell: eine Entlohnung in Höhe der Mindestsicherung für Eltern, die sich in den ersten Lebensjahren selbst um ihre Kinder kümmern. „Denn Kindererziehung ist Arbeit, auch wenn viele in der ÖVP das nicht so sehen wollen. Nur so stellen wir echte Wahlfreiheit sicher“, betont der FPÖ-Politiker.
Kritik an der Koalitionslinie
Auch die ideologische Ausrichtung der aktuellen Landesregierung nimmt Abwerzger ins Visier: „Die Sozialisten würden das Kind am liebsten mit einem halben Jahr in die Kita bringen, damit es mit 18 Jahren als braver Bürger wieder herauskommt. Wir Freiheitlichen wollen, dass Eltern selbst entscheiden können, ohne finanziellen Druck.“
„Mogelpackung" statt echter Wahlfreiheit
Zum Abschluss fasst Abwerzger seine Kritik pointiert zusammen: „Solange Eltern gezwungen sind, ihre Kinder in Betreuung zu geben, weil sie sich die Betreuung zu Hause nicht leisten können, bleibt das vielgepriesene ‚Recht auf einen Betreuungsplatz‘ eine Mogelpackung.“






