Verstappen bleibt bei Red Bull

Verstappen fährt seit 2016 für Red Bull, zuvor wurde er zwei Jahre im Junior-Programm des Teams aufgebaut, unter den Fittichen des Steirers Helmut Marko. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, der Ausnahmefahrer könnte sich wegen seiner Unzufriedenheit mit dem neuen Reglement nach Alternativen umsehen, bei anderen Teams oder sogar außerhalb der Formel 1. Wegen einer kolportierten Ausstiegsklausel hatten Mercedes und McLaren bereits Interesse bekundet.
Für Marko, der sich im Vorjahr nach über 20 Jahren aus seiner Beraterrolle zurückgezogen hat, kommt die Verlängerung genau richtig. „Es ist ein richtiges Signal genau zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch kommt jetzt Ruhe und Stabilität ins Team“, sagte er der Nachrichtenagentur APA. Verstappen sei das Aushängeschild und eine Leitfigur. Das sei auch wichtig, um neue Ingenieure anzulocken: „Jeder ambitionierte Ingenieur will mit dem besten Fahrer zusammenarbeiten.“
Schwierige Saison für den Ex-Champion
Sportlich läuft es für Verstappen derzeit nicht rund. Von 2021 bis 2024 wurde er viermal in Serie Weltmeister, den fünften Titel verpasste er im Vorjahr knapp gegen Lando Norris im McLaren. Mit dem neuen Motorenreglement, das seit dieser Saison gilt, hat Red Bull noch kein Rennen gewonnen. Zur Saisonhalbzeit liegt Verstappen nur auf Rang sechs der WM-Wertung.
Der Niederländer gibt sich dennoch kämpferisch: „Wir haben die besten Leute, und ich bin begeistert, mit allen zusammenarbeiten zu können, um wieder an die Spitze zu kommen.“ Die Reise mit dem Team fortzusetzen, mit dem er seine ganze Karriere verbracht habe, sei „wirklich speziell“. Lob gab es auch für Teamchef Laurent Mekies und dessen „klare Vision“.
Motorenreglement als entscheidender Faktor
Für den Verbleib dürften auch angekündigte Anpassungen am Motorenreglement eine Rolle gespielt haben. Verstappen kritisiert die aktuellen Regeln, weil sie stark auf Energierückgewinnung statt auf Maximalleistung setzen. Erste Änderungen greifen bereits kommende Saison. „Ob 2030 schon ein neuer Motor kommt oder 2031, wird man sehen“, sagte Marko. Das Reglement habe jedenfalls ein Ablaufdatum: „Das hat ganz sicher eine Rolle gespielt.“
APA/UT24






