von ih 20.08.2026 11:40 Uhr

Kokain-Deals in Bruneck: Haft statt Hausarrest für Drogendealer?

Ein Drogenfall im Brunecker Stadtzentrum sorgt für Diskussionen über den Umgang der Justiz mit mutmaßlichen Wiederholungstätern. Ein 48-jähriger Albaner soll in Bruneck mit Kokain gehandelt haben. Bei einer Kontrolle stießen die Ordnungshüter nach Angaben der Süd-Tiroler Freiheit auf ein Drogenversteck in seiner Wohnung.

Bruneck - Foto: IDM/Harald Wisthaler

In den Brunecker Räumlichkeiten eines Albaners wurden 45 Gramm Kokain sowie 750 Euro Bargeld gefunden. Das Kokain soll einen Wert von mehreren Tausend Euro haben. Der Mann, der den Behörden laut Süd-Tiroler Freiheit bereits wegen Drogendelikten bekannt ist, wurde festgenommen.

Für Kritik sorgt insbesondere die anschließende Entscheidung der Justiz: Der 48-Jährige kam demnach nicht in Untersuchungshaft, sondern wurde unter Hausarrest gestellt. Zusätzlich muss er sich einmal täglich bei den Ordnungskräften in der Kaserne melden.

Keine Lösung, um Bevölkerung zu schützen

Der Brunecker Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit, Andreas Lang, spricht von einer „völlig verfehlten und zahnlosen Justizpolitik“. Der Hausarrest sei aus seiner Sicht keine ausreichende Maßnahme, um die Bevölkerung vor weiteren Straftaten zu schützen.

Lang fordert eine deutlich härtere Vorgehensweise gegen mutmaßliche Drogendealer und wiederholt zugleich die Forderung seiner Partei nach einer strengeren Sicherheits- und Migrationspolitik. Ausländische Straftäter sollten bei wiederholten Delikten nach Verbüßung einer Haftstrafe konsequent abgeschoben werden, so Lang.

Das Pustertal dürfe nicht zum „sicheren Hafen für Drogenhändler“ werden.

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